Die besten mobilen Wettanbieter im Vergleich: Was die App taugt, was sie kostet

Updated Oktober 2026
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Stand: 18 Oktober 2026 — geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.

Eine Hand hält ein Smartphone mit dunklem Display in einem Zug, am Fenster ziehen verschwommen Felder vorbei.
In der App-Store-Beschreibung von bet365 steht der „Wetten-Konfigurator+“, der die beliebtesten Wettmöglichkeiten ausgewählter Veranstaltungen in einer Wette kombiniert.

Wer unterwegs wetten will, sieht zuerst die App. Was die App kann, ist aber die zweite Frage. Die erste lautet, ob der Anbieter überhaupt eine Genehmigung besitzt, in Deutschland Sportwetten zu vermitteln. Diese Seite folgt genau dieser Reihenfolge: erst die Rechtslage, dann der Spielerschutz, dann App-Qualität, Quoten und Zahlungswege, zuletzt die zehn Anbieter, die auf der Whitelist stehen und im App Store oder bei Google Play eine eigene Anwendung anbieten.

Der Wettmarkt für mobile Endgeräte ist in Deutschland kein freier Markt. Wer ohne Erlaubnis der GGL hierzulande Sportwetten anbietet, macht sich strafbar — und wer dort spielt, hat keinen Schutz über OASIS, kein verpflichtendes Einzahlungslimit und keine deutsche Anlaufstelle im Streitfall. Die Auswahl auf dieser Seite beginnt deshalb mit der Whitelist als Eingangsfilter und nicht mit dem App-Rating. Erst danach zählen Ladezeit, Wettschein, Live-Streams, Cash Out und die Frage, wie der Anbieter die Wettsteuer weiterreicht.

Die Rechtslage: Ohne GGL-Erlaubnis ist jede App in Deutschland unerlaubt

Seit dem 1. Juli 2021 gilt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 in der Fassung, die Online-Sportwetten unter eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stellt. Die Behörde mit Sitz in Halle (Saale) vergibt die Genehmigung nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV, überwacht die Anbieter nach § 28a und führt die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8. Auf dieser Liste standen am 2. Oktober 2026 insgesamt 30 Einträge — 27 Veranstalter mit Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, dazu drei reine Pferdewetten-Veranstalter.

Ein schmaler Schreibtisch am Fenster mit einem Notizbuch, einer Lupe und einem Bleistift im Morgenlicht.
Die GGL-Whitelist führt für bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Eine Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt (§ 4c Abs. 1). Die Whitelist nennt das Datum der Erst- und einer Folgegenehmigung, aber kein Enddatum. Das hat einen einfachen Grund: Die Liste ist eine Bestandsaufnahme der erlaubten Anbieter zu einem Stichtag, kein Vertrag mit Ablauf. Wer auf der Liste steht, darf zum Zeitpunkt der Stichprobe. Wer dort nicht steht, darf nicht.

Die zehn Anbieter auf dieser Seite sind dort eingetragen. Im Detail: NEO.bet mit der Greenvest Betting Limited (Ersterlaubnis 09.10.2020), Betway mit der Betway Limited (09.03.2021), Tiptorro mit der Torro Tec Limited (30.06.2021), ODDSET mit der Oddset Sportwetten GmbH (18.11.2020), VBet mit der SCGO Limited (05.12.2023), Sportwetten.de mit der NetX Betting Limited (19.11.2020), Interwetten mit der Interwetten Gaming Limited (02.11.2020), MERKUR BETS mit der Merkur Bets Malta Limited (06.11.2023), 888sport mit der 888 Germany Limited (30.06.2021) sowie bpremium mit der Ladbrokes (Deutschland) Limited (09.10.2020). Eine .de-Domain allein beweist nichts; eine Whitelist-Eintragung ist der einzige Test.

Was die Erlaubnis einschließt: festgelegte Quoten auf den Ausgang eines Ereignisses oder einen Abschnitt davon, einzeln oder in Kombination (§ 21 Abs. 1), und nur Wettarten, die sie im Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5 genehmigt hat. Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 während eines laufenden Spiels nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind — das nächste Tor im Fußball ja, der nächste Satz im Tennis ja, der nächste Punkt im Tennis nein, der nächste Korb im Basketball nein. Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren (in der GGL-Praxis Fußball unterhalb der 3. Liga), auf manipulationsanfällige Vorgänge und auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind ausgeschlossen. E-Sports: Die GGL erkennt E-Sports nicht als Sport an, lizenzierte E-Sports-Wetten gibt es in Deutschland nicht. Virtuelle Sportwetten sind nicht etabliert; zur Rechtslage lässt sich hier nichts sagen.

Was die Erlaubnis nicht einschließt: Casino, Poker, Slots. Die Halter auf der Whitelist können dort zusätzliche Erlaubnisse haben — sie sind aber andere Genehmigungen mit eigenen Regeln und sagen nichts über das Sportwetten-Angebot aus. Nur die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis gelistet ist, nimmt Sportwetten entg.

Für Spieler, die in Deutschland wohnen, ist das Angebot eines nicht eingetragenen Anbieters unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat hier keine Bedeutung. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucher ausdrücklich vor Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt. Strafrechtlich steht das Veranstalten nach § 284 StGB (bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe), das Bewerben nach § 285 StGB (bis zu einem Jahr); die Teilnahme steht nach denselben Vorschriften unter Strafe, wird in der Praxis aber nicht gegen einzelne Spieler verfolgt. Was Spieler wirklich trifft: keine OASIS-Anbindung, keine LUGAS-Limitdatei, keine Auszahlung über das deutsche Zahlungskonto, im Streitfall keine deutsche Anlaufstelle.

Vor dem Bundesgerichtshof läuft seit dem 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) ein Verfahren, in dem ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € Verlust aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurückfordert. Der BGH hat dem EuGH die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit solcher Verträge entgegensteht. Der Generalanwalt Nicholas Emiliou hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit einer Ausnahme, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Das ist kein Versprechen auf Erstattung; es ist die Linie, an der sich die Gerichte in den nächsten Jahren orientieren werden.

Spielerschutz in der App: OASIS, Einzahlungslimit und Panikbutton greifen unabhängig vom Gerät

Der Schutz gilt am Rechner wie auf dem Smartphone. Wer auf einem deutschen Anbieter spielt, hat es immer mit denselben fünf Mechanismen zu tun: Altersprüfung ab 18 (§ 4 Abs. 3), ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung (§ 6a), eine LUGAS-gesteuerte Einzahlungsgrenze von 1.000 € im Kalendermonat über alle Anbieter hinweg (§ 6c Abs. 1), die OASIS-Sperrdatei (§§ 8, 8a) und der Panikbutton (§ 6i Abs. 3).

Ein Fußball liegt auf einem Rasenplatz bei Sonnenaufgang, daneben ein kleiner Stapel Trainingshütchen.
Laut App-Store-Beschreibung überträgt bet365 jedes Jahr Hunderttausende Veranstaltungen per Livestream.

Die Verifizierung läuft über die App nicht anders als über die Webseite. Vor der vollständigen Prüfung darf ein Anbieter maximal 72 Stunden Spiel mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlung erlauben — eine Übergangsfrist, die auf dem Bildschirm oft wie ein Werbegeschenk aussieht, in Wirklichkeit eine Notbremse ist. Wer auf „vollständig verifiziert“ steht, hat Auszahlungsanspruch.

Das Einzahlungslimit ist die unsichtbare Bremse des deutschen Marktes. 1.000 € pro Monat, kalendarisch, nicht rollierend. Wer am 5. Januar 800 € eingezahlt hat, kann im Rest des Monats nur noch 200 € nachladen — über alle Anbieter hinweg, denn die LUGAS-Limitdatei führt eine kontoübergreifende Summe. Die Grenze gilt nach unten sofort, nach oben erst nach sieben Tagen. Ein Anbieter darf für einzelne Spieler ein höheres Limit setzen, bis 10.000 €, in Ausnahmen bis 30.000 €, höchstens für ein Prozent seiner aktiven Spieler — und nur mit nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, nicht per Selbsterklärung. Werbung, die das Limit verschweigt, ist irreführend.

OASIS ist die bundesweite Sperrdatei. Anbieter prüfen bei Registrierung und Login, ob ein Spieler gesperrt ist. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler einen Zeitraum nennt, sonst mindestens ein Jahr. Eine Fremdsperre durch Angehörige oder das Jugendamt ist möglich, ihre Aufhebung hängt vom Einzelfall ab. Der Panikbutton setzt für 24 Stunden eine Sperre, die sich nicht zurücknehmen lässt — wer ihn drückt, ist bis zum nächsten Tag ausgesperrt.

Was all das in der App ändert: nichts. Die Mechanismen greifen unabhängig davon, ob der Spieler auf dem iPhone, einem Android-Gerät oder im Browser sitzt. Eine mobile Wett-App, die Identitätsprüfung, LUGAS oder OASIS umgeht, ist nicht zugelassen — und damit in Deutschland nicht legal.

App oder mobile Seite: Was auf dem Touchscreen wirklich zählt

Eine native App ist nicht zwingend besser als eine gut gebaute mobile Seite. Beide haben Vor- und Nachteile, die im Wettalltag sichtbar werden. Native Apps laden schneller, weil sie Daten lokal zwischenspeichern und Push-Benachrichtigungen direkt ans Betriebssystem liefern können. Sie funktionieren auch bei kurzen Verbindungsabbrüchen flüssiger. Mobile Seiten brauchen keinen Download, kein Update, kein Speicherplatz — was auf älteren Geräten und in Unternehmen mit App-Sperren den Ausschlag gibt.

Auf dem Touchscreen entscheiden vier Dinge: Übersicht, Ladezeit, Wettschein und Hinweise. Übersicht heißt, dass die wichtigsten Ligen, Live-Spiele und Wettmärkte in zwei, drei Wischen erreichbar sind — nicht hinter einem Burger-Menü vergraben. Ladezeit heißt, dass Quotenaktualisierungen im Live-Modus ohne sichtbares Nachladen ankommen, was bei schnellen Märkten (nächster Satz, nächste Ecke) zwischen einem abgeschlossenen und einem verworfenen Wettschein steht. Der Wettschein muss sich auf einem kleinen Bildschirm ebenso prüfen lassen wie am Rechner: Einsatz, Quote, mögliche Auszahlung, Steuerabzug, Bestätigung — alles in einer Ansicht, nicht in drei Tabs. Hinweise sind die kleinen Dinge: ein Zwei-Finger-Tap zum Widerrufen, eine Geste zum Cash Out, eine Wischbewegung über das Wettprogramm.

Funktionen, die zwischen App und Seite praktisch gleich sind, sind Live-Quoten und vorzeitige Auszahlung (Cash Out). Was in Apps häufiger vorkommt, sind Live-Streams, Touch-ID oder Face-ID zur Anmeldung, Push-Benachrichtigungen bei Toren oder Satzgewinnen und konfigurierbare Wettarten wie der „Wetten-Konfigurator+“, der laut App-Store-Beschreibung von bet365 die beliebtesten Wettmöglichkeiten ausgewählter Veranstaltungen in einer Wette kombiniert. Wer diese Funktionen nutzt, ist mit einer nativen App besser bedient; wer sie nicht braucht, kommt mit der mobilen Seite aus.

Wie die App geprüft wird: Sechs Kriterien, die im Alltag tragen

Die Beurteilung folgt sechs Kriterien, die zusammen das ergeben, was eine App im Wettalltag taugt.

Übersicht. Wie viele Wischen braucht es vom Startbildschirm bis zu einem Bundesliga-Spiel in der 80. Minute? Wie viele bis zu einem Tennis-Match mitten im Satz? Eine gute App zeigt Live-Spiele auf der ersten Ebene, nicht in einem Untermenü.

Ladezeit. Wie schnell öffnet sich die App nach einem Tag im Stand-by? Wie schnell aktualisiert sich die Quote nach einem Tor? Eine langsame App verliert im Live-Modus bares Geld.

Wettschein. Wie leicht lassen sich Einzel- und Kombiwetten anlegen, prüfen, ändern? Ist die Steuer getrennt ausgewiesen? Gibt es eine Cash-Out-Anzeige im Schein selbst?

Sicherheit. Ist die Anmeldung per Face ID, Touch ID oder Geräte-PIN möglich? Werden Ein- und Auszahlungen getrennt bestätigt? Ist das Spielerkonto gegen unbefugten Zugriff geschützt?

Zahlungswege. Welche Methoden werden in der App angeboten? Stehen Auszahlungen auf das angegebene Referenzkonto zur Verfügung? Ist die Eingabe einer IBAN erforderlich, damit die GGL-konforme „eigene Konto“-Regel eingehalten wird?

Extras. Live-Stream, Konfigurator, Cash Out, Statistiken, Konfigurations- und Sprachoptionen — was über das Grundangebot hinausgeht, kann im Einzelfall den Unterschied machen.

Was die App nicht kann: an der Rechtslage vorbei Cash Out auf einzelne nicht erlaubte Märkte anbieten, die Wettsteuer abschalten oder das Einzahlungslimit umgehen. Was im Wettschein steht, gilt.

Die Wettsteuer: Was 5,3 % auf dem Smartphone bedeuten

Die Sportwettensteuer steht in §§ 16-25 RennwLottG und beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“ (§§ 17, 18), also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags (5,3 geteilt durch 105,3). Sie wird vom Veranstalter geschuldet (§ 19), nicht vom Spieler. Die Frage, ob und wie der Anbieter sie an den Spieler weitergibt, entscheidet jeder Anbieter selbst — und genau hier liegt der Unterschied, der im Wettschein sichtbar wird.

Drei Modelle sind in Deutschland üblich. Modell A: Der Anbieter zieht die Steuer von der Auszahlung ab, der Spieler bekommt Brutto-Quote minus Steuer. Modell B: Der Anbieter zieht die Steuer vom Einsatz ab, der Spieler bekommt die volle Quote, aber auf einen um die Steuer geminderten Einsatz. Modell C: Der Anbieter trägt die Steuer selbst, der Spieler sieht im Wettschein weder Abzug noch Hinweis. Welches Modell gilt, steht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Anbieters; ein pauschaler Satz „5,3 % vom Einsatz“ ist rechnerisch falsch (die Steuer beträgt 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer, also rund 5 % des eingezahlten Betrags).

Die Größenordnung: Bei einer Quote von 2,10 und einem Einsatz von 100 € liegt die Auszahlung bei 210 €. Zieht der Anbieter die Steuer vom Gewinn ab, bleiben 205,84 €. Zieht er sie vom Einsatz ab, sinkt der Einsatz auf 94,97 €, die Auszahlung entsprechend. Auf Dauer macht das Modell einen spürbaren Unterschied — auf eine Wette von 10 € gerade einmal 53 Cent.

Die Wettsteuer ist keine Lizenz. Auch wer die Steuer ordnungsgemäß abführt, kann unerlaubt handeln. Die Whitelist bleibt das einzige Mittel der Wahl.

Zahlungsmethoden in der App: Was die GGL erlaubt, was die Anbieter anbieten

Die Rechtslage gibt den Rahmen, die Anbieter wählen die Methoden. § 6b Abs. 4 GlüStV erlaubt nur Zahlungen von einem Konto, das auf den Namen des Spielers bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut läuft. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen — das ist der Mechanismus, der Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten aus den lizenzierten Apps fernhält. Welche Marken ein Anbieter konkret annimmt, ist seine eigene Entscheidung.

Üblich in den hiesigen Apps sind Debitkarten (in der Regel Visa und Mastercard), PayPal, Klarna Sofortüberweisung, die klassische SEPA-Überweisung sowie teilweise Apple Pay und Google Pay. Voucher-Lösungen wie paysafecard werden in manchen Apps als Einzahlungsmittel angeboten, sind aber in der Auszahlung fast immer ausgeschlossen. Die bet365-App nennt im App Store Debitkarte, PayPal und paysafecard. Betano nennt Apple Pay, Google Pay, PayPal, Klarna Sofortüberweisung, Betano Cash und Kreditkarten. Sportwetten.de wirbt mit PayPal und Anmeldung per Face ID.

Das Konto, auf das ausgezahlt wird, muss immer das eigene sein. Eine Auszahlung an das Konto eines Freundes, ein gemeinsames Haushaltskonto oder ein Firmenkonto ist unzulässig — der Anbieter muss das prüfen. Spieler, die in einer Wohngemeinschaft leben oder ein Gemeinschaftskonto nutzen, müssen vor der ersten Auszahlung klären, wessen IBAN hinterlegt wird. Wer das Spielerkonto schließt, hat nach § 6b Abs. 6-7 Anspruch auf Auszahlung des Restguthabens innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühr.

Bonusbedingungen: Was der „Willkommensbonus“ in der App wirklich kostet

Der Glücksspielstaatsvertrag enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus der Höhe nach begrenzt. Was ein Anbieter anbietet, schreibt er in seine AGB. Genau dort liegt das Problem: Marketing spricht von „100 % Bonus“, „Freebet“, „risikofreier Wette“ und „Boost-Quoten“ — die AGB sprechen von Umsatzfaktor, Mindestquote, Frist und maximalem Gewinn aus einer Gratiswette. Der Unterschied zwischen beiden Sprachen ist bares Geld.

Vier Begriffe, die in den Bonusbedingungen immer wiederkehren: Umsatzfaktor — wie oft der Bonus oder der Bonus plus Einzahlung umgesetzt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist. Mindestquote — die Quote, ab der einzelne Wetten auf den Umsatz zählen; liegt sie bei 1,80, zählen Wetten zu 1,60 nicht. Frist — der Zeitraum, in dem der Bonus umgesetzt werden muss, typisch sind 30 bis 90 Tage. Maximalgewinn aus Gratiswetten — der Gewinn aus einer Freebet, der zur Auszahlung freigegeben wird; liegt die Freebet bei 10 € und der Maximalgewinn beim Fünffachen des Freebet-Werts, sind 50 € das Ende.

Was bei Gratiswetten oft übersehen wird: Der Einsatz wird in der Regel nicht zurückgezahlt. Eine 10-€-Freebet auf eine Quote von 3,00 zahlt 30 € aus — nicht 40 €. Wer das nicht weiß, plant mit falschen Zahlen. „Risikofreie Wetten“ sind oft keine: Sie werden als Freebet erstattet, nicht in bar, und unterliegen denselben Bedingungen.

Spezielle mobile Boni unterscheiden sich von normalen Willkommensangeboten in drei Punkten: Sie sind an die App gebunden (wer sich über die Webseite anmeldet, bekommt sie nicht), sie setzen oft eine erste Einzahlung per App voraus (die nicht zwingend mit dem Standard-Willkommensbonus kombinierbar ist), und sie sind zeitlich enger befristet. Welcher Bonus sich für welchen Spieler rechnet, hängt vom Wettverhalten ab — nicht von der Höhe des Bonus.

Top-10-Anbieter in der App: Wer im Test was liefert

Die folgenden zehn Anbieter stehen auf der Whitelist und haben eine App im App Store oder bei Google Play. Sie sind nicht in eine Wertung gebracht; sie sind nach Whitelist-Reihenfolge aufgeführt und im Profil beschrieben.

Anbieter GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
NEO.bet Greenvest Betting Limited 09.10.2020
Betway Betway Limited 09.03.2021
Tiptorro Torro Tec Limited 30.06.2021
ODDSET Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020
VBet SCGO Limited 05.12.2023
Sportwetten.de NetX Betting Limited 19.11.2020
Interwetten Interwetten Gaming Limited 02.11.2020
MERKUR BETS Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
888sport 888 Germany Limited 30.06.2021
bpremium Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020

NEO.bet: kompakte App für Spieler, die Live-Quoten und Cash Out im Vordergrund sehen

NEO.bet tritt im App Store als lizenzierter Sportwettenanbieter mit deutscher Lizenz auf, als Anbieter ist die Greenvest Betting Limited genannt. Die App nennt Live-Quoten und Live-Wetten, dazu Cashout und Teil-Cashout. Wer eine schmale, funktionale App sucht, die Cash Out im Wettschein anbietet, findet hier das Wesentliche.

Eine Erlaubnis seit 9. Oktober 2020 mit Folgegenehmigung am 22. Dezember 2022 macht NEO.bet zu einem der älteren Anbieter im deutschen Markt — die App-Wahl geht damit nicht zu Lasten der Rechtssicherheit. Was die App nicht verspricht, ist ein Live-Stream-Angebot, das mit den großen europäischen Marken mithält; wer Streams erwartet, sollte anderswo suchen.

Wertung für: Spieler mit kleinem bis mittlerem Budget, die eine übersichtliche App mit Cashout im Schein schätzen. Weniger geeignet für: Spieler, deren Wettverhalten stark von Live-Streams abhängt.

Betway: Livewetten und Livestreams in einer App

Betway bewirbt die App im App Store als „Betway Sports Live Sportwetten“, nennt als Anbieter die Digital Outsource International Limited (London) und verweist ausdrücklich auf eine „Deutsche Lizenz (Whitelist)“. Livewetten und Livestreams sind die zwei Funktionen, die in der Beschreibung an erster Stelle stehen.

Erlaubnis seit 9. März 2021, Folgegenehmigung 23. Dezember 2022. Die Lizenz ist alt genug, dass das operative Geschäft eingespielt ist; die App profitiert davon, dass Betway international seit Jahren Apps für mehrere Märkte parallel pflegt.

Wertung für: Spieler, die Live-Streams in der App nutzen und ein eingespieltes Wettprogramm erwarten. Weniger geeignet für: Spieler, die ausschließlich auf untere deutsche Ligen setzen — das Hauptprogramm konzentriert sich auf die internationalen Top-Ligen.

Tiptorro: behördlich zugelassener Veranstalter unter GGL-Aufsicht

Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited (Malta) angeboten; sie beschreibt sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL (Whitelist). Die App ist nüchtern, die Funktionen entsprechen dem Standard: Wetten vor Spielbeginn, Live-Wetten, Cashout.

Erlaubnis seit 30. Juni 2021, Folgegenehmigung 27. Dezember 2022. Tiptorro gehört damit zu den Anbietern, die ihre erste Erlaubnis kurz nach Inkrafttreten des neuen Staatsvertrags erhalten haben — ein Indiz für frühzeitige Antragstellung und nicht für besondere Stärke oder Schwäche.

Wertung für: Spieler, die einen soliden Standardanbieter ohne viel Marketing-Lärm suchen. Weniger geeignet für: Spieler, deren Wettalltag stark von App-Extras lebt.

ODDSET: das Sportwetten-Angebot der staatlichen Lotteriegesellschaften

ODDSET ist seit dem 1. Januar 2020 Veranstalterin der ODDSET Sportwette, geführt von der Oddset Sportwetten GmbH. Das Angebot führt das Sportwetten-Programm der staatlichen Lotteriegesellschaften fort; online über Oddset.de und in der ODDSET-App ist es seit Anfang 2023 verfügbar.

Die Lizenz (Ersterlaubnis 18.11.2020, Folgegenehmigung 15.12.2022) gehört ODDSET — und damit einem Anbieter, der mit den Landeslotteriegesellschaften verbunden ist. Wettprogramm und Quoten sind nüchtern, das Spieler-Angebot richtet sich eher an Gelegenheits- als an Vielwetter.

Wertung für: Spieler, die einen Anbieter mit institutionellem Hintergrund suchen und keine Extras brauchen. Weniger geeignet für: Spieler, die Live-Streams oder Konfigurator-Funktionen erwarten.

VBet: Livesport, Live-Wetten und eine vergleichsweise junge Lizenz

VBet wird in Deutschland von der SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta betrieben; die GGL-Erlaubnis für Vbet.de besteht seit dem 5. Dezember 2023. Die App folgt dem üblichen Aufbau: vor dem Spiel, Live, Statistiken.

Die vergleichsweise junge Erlaubnis macht VBet zu einem Anbieter, der erst seit kurzem auf dem deutschen Markt ist. Das hat zwei Seiten: Die Lizenz ist neu und damit formal unbelastet; gleichzeitig fehlt die Routine der älteren Anbieter, was sich in Detailfragen (Bonusstrukturen, Auszahlungswege, Hilfeseiten) zeigen kann.

Wertung für: Spieler, die einen jungen Anbieter mit klarer Lizenzkette suchen. Weniger geeignet für: Spieler, die ausgereifte Bonus- und Treueprogramme erwarten.

Sportwetten.de: Cash-Out-Liste, Live Match Tracker und PayPal

Die App von Sportwetten.de ist im App Store unter „Sportwetten.de – Sportwetten-App“ gelistet, Anbieter ist die NetX Betting Limited. Sie enthält eine Cash-Out-Liste mit Teil-Cash-Out-Funktion, einen Live Match Tracker, PayPal-Einzahlungen und Anmeldung per Face ID.

Erlaubnis seit 19. November 2020, Folgegenehmigung 16. Dezember 2022. Die Funktionen — Face ID, PayPal, Live Tracker — sind im Detail das, was die App von nüchternen Standard-Apps unterscheidet. Wer im Alltag wenig tippt, schätzt den biometrischen Login; wer viele Wetten gleichzeitig offen hat, profitiert vom Live Match Tracker.

Wertung für: Spieler, die mit PayPal einzahlen und biometrische Anmeldung erwarten. Weniger geeignet für: Spieler, deren Strategie auf langen, kombinierten Live-Scheinen beruht.

Interwetten: Cash-Out-Funktion und Top-Quoten auf Live- und Pregame-Wetten

Interwetten wird im App Store von der Interwetten Gaming Ltd betrieben. Die Entwicklerbeschreibung nennt eine Cash-Out-Funktion und Top-Quoten für Live- und Pregame-Wetten. Interwetten gehört zu den Marken, die in mehreren europäischen Märkten parallel laufen — die App ist entsprechend robust.

Erlaubnis seit 2. November 2020, Folgegenehmigung 27. Dezember 2022. Interwetten ist im deutschsprachigen Markt seit Jahrzehnten aktiv; die deutsche Lizenz ist der jüngste Schritt in einer langen Firmengeschichte.

Wertung für: Spieler, die einen etablierten Markennamen mit stabiler App suchen. Weniger geeignet für: Spieler, die Extras wie Streams oder Konfigurator-Funktionen in derselben App erwarten.

MERKUR BETS: Cashout nach jeder Wette, Sportwetten und Slots in einer App

MERKUR BETS bewirbt die App als kostenlos für Android und iOS, nennt „über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten“ und bündelt in derselben App auch MERKUR SLOTS. Der Cashout ist nach Abgabe der Wette jederzeit nutzbar (in der App unter „Meine Wetten“ über den gelben Cashout-Button); ausgezahlt wird allerdings erst, wenn alle Spiele des Wettscheins beendet und abgerechnet sind.

Erlaubnis seit 6. November 2023. Die MERKUR-Marke kommt aus dem Automatenglücksspiel; wer aus dieser Welt kommt, findet hier die gewohnte Bedienung. Wer nur Sportwetten sucht, bekommt sie, muss aber die Casino-Optik in Kauf nehmen.

Wertung für: Spieler, die Sportwetten und Slots aus einer Hand wollen. Weniger geeignet für: Spieler, die strikt zwischen den Welten trennen.

888sport: internationaler Markenname unter Gibraltar-Holding

888sport gehört zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, die seit September 2005 an der Londoner Börse notiert ist. Die App folgt dem internationalen 888sport-Aufbau; die deutsche Erlaubnis führt die 888 Germany Limited (Ersterlaubnis 30.06.2021, Folgegenehmigung 15.12.2022).

Die Holding-Notiz ist hier mehr als Anekdote: Sie bedeutet, dass die App internationaler Pflege unterliegt und nicht an einem kleinen deutschen Publikum hängt. Wer auf eine englische Sprachversion angewiesen ist, findet sie.

Wertung für: Spieler, die einen internationalen Markennamen schätzen. Weniger geeignet für: Spieler, die einen rein deutsch geprägten Anbieter suchen.

bpremium: die deutsche Lizenz der Ladbrokes-Gruppe

Hinter bpremium steht die Ladbrokes (Deutschland) Ltd mit Sitz in Gzira, Malta (Registernummer C92799). Die Nutzungsbedingungen stammen aus der Fassung vom 3. April 2023. Erlaubnis seit 9. Oktober 2020, Folgegenehmigung 21. Dezember 2022.

Ladbrokes ist eine der ältesten Wettmarken Europas; die deutsche Lizenz ist die jüngere Plattform. Die App ist schlank, das Wettprogramm konzentriert sich auf das Wesentliche.

Wertung für: Spieler, die eine traditionsreiche Marke mit deutscher Lizenz suchen. Weniger geeignet für: Spieler, die viele Live-Streams oder Spiel-Extras erwarten.

So entsteht das Ranking: Was die Auswahl rechtfertigt

Die Reihenfolge folgt der Whitelist, nicht einer Bewertung. Eine Bewertung wäre nur dann sinnvoll, wenn die geprüften Apps sich in einem gemeinsamen Maßstab vergleichen ließen — etwa Ladezeit, Quote, Cash-Out-Geschwindigkeit, Auszahlungsdauer — und wenn dieser Maßstab von allen Anbietern in derselben Form veröffentlicht wäre. Er ist es nicht. Die Apps veröffentlichen unterschiedliche Zahlen, manche gar keine. Wer eine Bewertung liefert, füllt die Lücken mit eigener Schätzung — und die hat auf einer Seite, die Lizenz und Verbraucherschutz in den Vordergrund stellt, nichts zu suchen.

Was die Auswahl leistet, ist dreierlei. Erstens: Alle zehn Anbieter stehen auf der Whitelist, was die rechtliche Grundfrage beantwortet, bevor der App-Vergleich beginnt. Zweitens: Die Profile decken die Bandbreite des Marktes ab — von Marken mit jahrzehntelanger Tradition (Interwetten, Ladbrokes) bis zu vergleichsweise jungen Lizenznehmern (VBet, MERKUR BETS). Drittens: Die Profile nennen die Funktionen, die für mobile Wetten wirklich zählen — Cash Out, Live-Stream, Konfigurator, biometrische Anmeldung — und lassen die Spieler selbst entscheiden, was ihnen wichtig ist.

Was eine solche Auswahl nicht leistet, ist eine Vorhersage. Niemand weiß vor einem Spiel, wie es ausgeht, niemand kennt die App-Auslastung am Spielabend, niemand kann garantieren, dass eine Auszahlung in einer Stunde und nicht in drei Tagen ankommt. Wer die Auswahl liest, vergleicht Anbieter — keine Quoten.

Was ein Wechsel des Anbieters mit dem Einzahlungslimit macht

Die LUGAS-Limitdatei führt ein kontoübergreifendes Monatslimit. 1.000 € ist die Obergrenze, nicht die Summe aller Konten. Wer am Monatsanfang 600 € bei Anbieter A eingezahlt hat, kann im selben Monat nur noch 400 € über alle anderen Anbieter hinweg einzahlen. Das Limit gilt kalendarisch — am ersten Tag des neuen Monats beginnt es von vorn.

Was das praktisch heißt: Wer den Anbieter wechselt, muss seine Monatsplanung im Kopf haben. Wer drei Anbieter parallel nutzt, hat drei Mal die Verifizierung, drei Mal die Login-Daten und drei Mal das Limit im Blick. Wer nur einen Anbieter nutzt, hat 1.000 € für den Monat — und muss am Monatsende entscheiden, ob er das Geld liegen lässt oder auszahlt. Eine Auszahlung auf das hinterlegte Referenzkonto ist in der Regel innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühr möglich; wer das Limit nicht ausschöpfen will, zahlt aus.

Ein höheres Limit ist möglich, aber nicht per Selbsterklärung. Der Anbieter darf ein höheres Limit nur setzen, wenn der Spieler seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweist — Gehaltsabrechnung, Steuerbescheid, Selbständigen-Bilanz. Bis 10.000 € geht das relativ unkompliziert; bis 30.000 € nur in Ausnahmen und höchstens für ein Prozent der Kunden des Anbieters.

Was bleibt, wenn das Spiel zur Gewohnheit wird

Spielsucht kennt keinen App-Bildschirm. OASIS, der Panikbutton und die 1.000-€-Grenze sind die Sicherungen, die jeder Anbieter in der App vorhalten muss. Wer merkt, dass das Wetten zur Pflicht wird, kann sich in der App selbst sperren lassen — eine Selbstsperre über mindestens drei Monate, sonst ein Jahr. Eine kürzere Sperre gibt das Gesetz nicht her.

Wer eine Selbstsperre auslösen will, geht im Konto den Weg zur Spielersperre; wer eine Fremdsperre auslösen will (Angehöriger, Beratungsstelle), kann das bei der zuständigen Behörde beantragen. Die bundesweite Sperre gilt für alle angeschlossenen Anbieter; eine Aufhebung ist frühestens nach Ablauf der Sperrfrist möglich.

Was die App nicht ersetzt, ist die persönliche Beratung. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung führt eine Liste der Beratungsstellen; die Landesstellen für Suchtfragen sind die ersten Anlaufstellen für ein persönliches Gespräch. Wer nur einen Teil seines Monatslimits verliert, hat kein Problem mit der App — wer die Sperre in Erwägung zieht, hat meistens schon eines.

Häufige Fragen zu mobilen Wettanbieter-Apps in Deutschland

Woran ist erkennbar, dass eine Wett-App eine deutsche Erlaubnis besitzt?

Eine deutsche Erlaubnis erkennt man ausschließlich an der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL). Wer dort mit einer Sportwetten-Erlaubnis gelistet ist, darf in Deutschland Sportwetten vermitteln — der Domain-Eintrag auf der Liste ist der einzige Test. Eine .de-Domain, ein „lizenziert“-Hinweis im App Store oder ein Logo auf der Startseite reichen nicht; maßgeblich ist die Eintragung auf der Whitelist der GGL zum Zeitpunkt des Spiels.

Gelten das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat und die OASIS-Abfrage auch bei Wetten per App?

Ja. Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat nach § 6c Abs. 1 GlüStV und die OASIS-Sperrdatei nach §§ 8, 8a GlüStV greifen unabhängig vom Gerät. Die LUGAS-Limitdatei führt die Summe kontoübergreifend; eine Selbstsperre über OASIS dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler einen Zeitraum nennt, sonst mindestens ein Jahr. Die App muss die Mechanismen umsetzen — wer sie umgeht, ist nicht zugelassen.

Was ist bei Livewetten über das Smartphone erlaubt, und was ist ausgeschlossen?

Erlaubt sind Live-Wetten während eines laufenden Spiels nach § 21 Abs. 4 GlüStV auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball und der nächste Satz im Tennis sind erlaubt; der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball sind ausgeschlossen. Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, auf manipulationsanfällige Vorgänge und auf Regelverstöße sind ebenfalls ausgeschlossen.

Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Quote und Auszahlung in der App aus?

Die Steuer steht in §§ 16-25 RennwLottG und beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler; ob und wie der Anbieter sie an den Spieler weitergibt, entscheidet der Anbieter in seinen AGB. Üblich sind drei Modelle: Abzug von der Auszahlung, Abzug vom Einsatz oder Selbsttragen durch den Anbieter — das Modell steht in den Bedingungen, nicht im Wettschein.

Welche Zahlungsmethoden stehen in mobilen Wett-Apps üblicherweise zur Verfügung, und welche Regel gilt für das Konto?

Üblich sind Debitkarten, PayPal, Klarna Sofortüberweisung, SEPA-Überweisung sowie teilweise Apple Pay und Google Pay. Rechtlich erlaubt sind nach § 6b Abs. 4 GlüStV nur Zahlungen von einem Konto, das auf den Namen des Spielers bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut läuft — anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen, Kryptowährungen und Prepaid-Karten ohne Identitätsprüfung damit auch. Auszahlungen erfolgen auf das hinterlegte Referenzkonto; eine Auszahlung an Drittkonten ist unzulässig.

Wie unterscheiden sich spezielle mobile Boni von normalen Willkommensangeboten, und welche Umsatzbedingungen gelten?

Spezielle mobile Boni sind in der Regel an die App gebunden, setzen eine erste Einzahlung per App voraus und sind zeitlich enger befristet als reguläre Willkommensangebote. Die Bedingungen sind in beiden Fällen dieselben: Umsatzfaktor (wie oft der Bonus umgesetzt werden muss), Mindestquote (ab der eine Wette zählt), Frist (Zeitraum für die Umsetzung), Maximalgewinn aus Gratiswetten (oft ohne Einsatzrückzahlung). Der Glücksspielstaatsvertrag enthält keine Klausel zur Bonushöhe; alle Werte stehen in den AGB des Anbieters.

Erstellt vom Redaktionsteam „Europawetteninfo”.

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