Afrika-Cup Wettanbieter im Test: Was die deutsche Erlaubnis garantiert – und was sie kostet
Wer beim Afrika-Cup mit Wetten dabei sein will, hat in Deutschland keine Wahlfreiheit, die mit dem Marktnamen beginnt: Wer hier anbietet, muss auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen, alles andere ist unerlaubtes Glücksspiel. Die Auswahl der zehn Anbieter in diesem Vergleich ist deshalb keine Empfehlung in dem Sinn, dass einer dieser Namen „der Beste“ wäre – sie ist die Auswahl der Anbieter, die überhaupt legal um Kunden werben dürfen. Was sie unterscheidet, ist nicht die Lizenz, sondern die Marge auf den Märkten, der Umgang mit der Wettsteuer und die Tiefe des Turnierangebots. Wer hier liest, sollte am Ende wissen, was ein Angebot in Euro kostet, bevor ein Euro gesetzt wird.

Stand: 18 Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Halle (Saale).
Inhaltsverzeichnis
- Die Rechtslage: Ohne Whitelist keine Wette
- Spielerschutz: Was jedes lizenzierte Konto mitbringt
- Wettarten und Quoten: Was ein Afrika-Cup-Schein kostet
- Das Turnier: Was seit 1957 stattgefunden hat und was 2026 ansteht
- Die zehn Anbieter im Vergleich
- Wie viel kostet ein Afrika-Cup-Schein?
- Worauf es bei der Anbieterwahl ankommt
- Was die Anbieter im Spielplan abdecken
- Die Bonuslogik bei Turnierangeboten
- Was die Anbieter im Vergleich kostet
- Was bei Auszahlungen zu beachten ist
- Verantwortungsvolles Spielen: Wo die Grenzen liegen
- Was die Rechtslage für Neukunden konkret heißt
- Wie sich der Vergleich liest
- Was bleibt
- Häufig gestellte Fragen
Die Rechtslage: Ohne Whitelist keine Wette
Seit dem 1. Juli 2021 ist der Glücksspielstaatsvertrag 2021 in Kraft. Die Erlaubnis, in Deutschland Sportwetten im Internet zu vermitteln, vergibt ausschließlich die GGL nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV; überwacht wird sie nach § 28a. Wer ohne diese Erlaubnis hier anbietet, betreibt unerlaubtes Glücksspiel im Sinne von § 4 Abs. 1 GlüStV, und die Strafnormen der §§ 284, 285 StGB stehen im Hintergrund. Für den Spielenden bedeutet das: Wetteinsätze, die bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis verloren gehen, lassen sich nach derzeitigem Stand der Rechtsprechung nur unter erheblichem Aufwand zurückholen.

Was die Whitelist zeigt
Die Whitelist der GGL (§ 9 Abs. 8 GlüStV) ist die einzige verlässliche Quelle. Im Snapshot vom 2. Oktober 2026 führt sie 30 Einträge: 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis – zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten-Erlaubnis – und drei Inhaber reiner Pferdewetten-Erlaubnisse. Jede aufgeführte Domain ist eine .de-Domain, aber das Umgekehrte gilt nicht: Eine .de-Endung beweist keine Erlaubnis. Eine Erstgenehmigung läuft nach § 4c Abs. 1 fünf Jahre, die Liste selbst nennt aber nur das Datum der Erteilung und der Folgenerlaubnisse – kein Enddatum. Wichtig für den Vergleich: Die Whitelist unterscheidet nach Domain, nicht nach Marke – wer auf der Whitelist steht, nimmt unter dieser einen Domain Sportwetten entgegen. Eine andere Domain derselben Holding-Gesellschaft kann unerlaubt sein.
Was die Erlaubnis bedeutet – und was nicht
Die Erlaubnis deckt ausschließlich das Angebot, das unter der genehmigten Domain läuft. Eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele, Poker oder Casino hat mit der Sportwetten-Erlaubnis nichts zu tun. Auch eine Pferdewetten-Erlaubnis begründet kein Recht auf Fußballwetten. Das eigene Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 1 GlüStV umfasst festgelegte Wettarten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon, einzeln oder in Kombination. Live-Wetten nach § 21 Abs. 4 sind nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente erlaubt – in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ja, der nächste Satz im Tennis ja, der nächste Punkt im Tennis nein, der nächste Korb im Basketball nein. Verboten sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren (in der GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als amateurhaft), auf manipulationsanfällige Ereignisse sowie auf Regelverstöße und deren Sanktionierung. Wetten auf esports sind nach GGL-Aussage nicht möglich, weil esports nicht als Sport anerkannt wird.

Die zivilrechtliche Frage
Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem EuGH die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des EuGH, Nicholas Emiliou, hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit einer Ausnahme für Fälle, in denen Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Beide Aussagen sind vorläufig; was sie wert sind, wird man erst am Ende des Verfahrens wissen. Wer bei einem nicht gelisteten Anbieter spielt, sollte nicht auf Rückzahlung spekulieren, sondern auf den Schutzmechanismus verzichten, den ein deutsches Konto bietet.
Wann eine ausländische Lizenz nichts wert ist
Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta begründet in Deutschland keine Erlaubnis; die GGL hat Verbraucherinnen und Verbraucher am 17. September 2026 ausdrücklich vor Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt. Solche Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen, kennen kein Einzahlungslimit und keine Spielersperre und fallen bei Streitigkeiten in keiner deutschen Instanz in ein geregeltes Verfahren. Auch die Steuerzahlung eines Anbieters beweist keine Lizenz: Die Wettsteuer wird auch von unlizenzierten Veranstaltern erhoben.
Spielerschutz: Was jedes lizenzierte Konto mitbringt
Die deutsche Erlaubnis ist an einen Pflichtenkatalog gekoppelt, der unabhängig vom Anbieter gilt. Was hier steht, gilt für jedes Konto auf der Whitelist – nicht für Konten bei Offshore-Anbietern.
Einzahlungslimit und Verifizierung
Nach § 6c Abs. 1 GlüStV liegt das monatliche Einzahlungslimit über alle Anbieter hinweg bei 1.000 € im Kalendermonat, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter darf für einzelne Spielende ein höheres Limit festsetzen – bis 10.000 €, in einem eng begrenzten Anteil aktiver Spielender bis 30.000 € – aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit; eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen. Vor der vollständigen Verifizierung darf ein Anbieter nach § 6a höchstens 72 Stunden Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen zulassen. Parallel-Spiel über mehrere Konten ist nach § 6h verboten, geprüft über die LUGAS-Aktivitätsdatei.
Sperrsystem OASIS und Panikbutton
OASIS (§§ 8, 8a GlüStV) ist die bundesweite Sperrdatei: Jeder Anbieter muss bei Registrierung und Login abgleichen. Eine Selbstsperre, für die ein Zeitraum benannt wird, dauert mindestens drei Monate, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Beide Mechanismen greifen nur auf Whitelist-Domains.
Zahlungen und Auszahlung
Zahlungen nach § 6b Abs. 4 sind nur von einem Konto auf den eigenen Namen bei einem geldwäscherechtlich verpflichteten Institut zulässig – anonym zahlende Wege wie Krypto-Wallets oder anonyme Prepaid-Lösungen bleiben außen vor. Spielergelder sind nach § 6b Abs. 6 auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto zu führen; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen gebührenfrei ausgezahlt.
Wettsteuer 5,3 %
Die Wettsteuer nach §§ 16–25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des gezahlten Betrags (5,3 / 105,3). Sie wird vom Veranstalter geschuldet (§ 19), nicht vom Spielenden. Ob und wie ein Anbieter sie an den Spielenden weitergibt, ist seine Entscheidung – das ist der Punkt, an dem sich Anbieter im Markt spürbar unterscheiden, und der Grund, warum ein 2,10-Schein beim einen Anbieter 1,99 € auszahlt und beim anderen voll.
Wettarten und Quoten: Was ein Afrika-Cup-Schein kostet
Der Afrika-Cup bietet vier große Wettflächen: Turniersieger (eine Wette auf den Gesamtsieger vor Beginn), Gruppenwetten (Sieg in der Gruppe, Weiterkommen, Gruppensieger), den Einzelausgang (1X2 auf einzelne Spiele, Handicap, Über/Unter Tore) und die Torschützen- bzw. Spielerwette. Dazu kommen Langzeitwetten auf Torjägerkanone, bestes Team der Gruppenphase oder ähnliches, soweit der Anbieter sie ins Programm nimmt.
Was die Marge ist
Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher von jeder Wette einbehält – die Differenz zwischen dem, was die Wettenden insgesamt einsetzen, und dem, was sie bei fairen Quoten ausgezahlt bekämen. Wer 1.000 € auf die drei Ausgänge eines Spiels (Heimsieg 2,10 / Unentschieden 3,40 / Auswärtssieg 3,60) verteilt, erhält eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) ≈ 92,5 %, also eine Marge von rund 7,5 %. Bei einem typischen Bundesligaspiel liegt sie eher bei 4 bis 5 %; bei Turniersieger- oder Torschützenwetten, wo die Auswahl größer ist, oft bei 10 bis 15 % und mehr. Die Marge einer Liga, eines Turniers oder einer Wettart lässt sich nicht ohne weiteres auf eine andere übertragen – die Auszahlungsquote des 1X2-Marktes eines Afrika-Cup-Spiels sagt nichts über die Auszahlungsquote der Turniersieger-Wette aus demselben Turnier, und beide sagen nichts über die Auszahlungsquote eines Bundesliga-Spiels desselben Anbieters.
Was die Wettsteuer mit der Quote macht
Wenn ein Anbieter die Steuer an den Spielenden weitergibt, schlägt sie auf jede Quote durch. Aus 2,10 wird bei 5 % effektiv 2,00, aus 3,40 werden 3,23, aus 3,60 werden 3,42. Bei kleinen Quotenunterschieden entscheidet dieser Mechanismus, ob ein Favoritenschein noch Profit trägt. Anbieter, die „0 % Wettsteuer“ bewerben, internalisieren die Steuer; Anbieter, die sie offen ausweisen, lassen den Spielenden entscheiden, ob er den Bruttobetrag oder den Nettoschein ansetzt.
Einzelwette, Kombiwette, Systemwette
Die Einzelwette ist die einfachste Form: ein Ausgang, eine Quote, eine Auszahlung. Die Kombiwette multipliziert die Quoten, reduziert aber die Trefferwahrscheinlichkeit mit jedem Bein. Die Systemwette kombiniert mehrere Wetten so, dass auch bei einem oder mehreren Fehltreffern ein Teil der Auszahlung übrig bleibt – Trixie, Yankee, Heinz – was die Marge des Anbieters nicht ändert, aber die Varianz glättet. Beim Afrika-Cup mit vielen kleinen Märkten ist die Kombiwette das häufigste Format, gerade unter Spielenden, die wenige Spiele mit hohen Quoten mitnehmen wollen. Das Risiko liegt in der Marge pro Bein: Zwei Beine mit je 7 % Marge ergeben eine kombinierte Marge, die über der Summe liegt, weil sich die ungünstigen Preise multiplizieren.
Das Turnier: Was seit 1957 stattgefunden hat und was 2026 ansteht
Der Afrika-Cup wird vom afrikanischen Fußballverband CAF organisiert und wurde 1957 erstmals ausgetragen. Ägypten hält mit sieben Titeln den Rekord, Samuel Eto’o ist mit 18 Treffern Rekordtorschütze des Turniers.
Ausgabe 2025
Die letzte Ausgabe trägt den Namen Afrika-Cup 2025, wurde aber vom ursprünglichen Termin im Sommer 2025 wegen Terminkonflikten mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 auf den Jahreswechsel verschoben: Sie fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko statt. Erstmals nahmen 24 Mannschaften teil, gespielt wurden sechs Vierergruppen; die Gruppenersten und -zweiten sowie die vier besten Gruppendritten kamen weiter, danach folgte eine K.-o.-Runde mit Verlängerung und Elfmeterschießen. Das Finale am 18. Januar 2026 gewann Senegal 1:0 nach Verlängerung gegen den Gastgeber Marokko. Brahim Díaz aus Marokko war Torschützenkönig mit fünf Treffern. Im Spiel um Platz 3 setzte sich Nigeria im Elfmeterschießen gegen Ägypten durch.
Zwei Monate nach dem Finale wertete die CAF das Endspiel mit 3:0 für Marokko, weil Senegals Mannschaft nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit den Platz verlassen hatte; der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Wer hier liest, hat es mit zwei sich widersprechenden Ergebnissen zu tun – die Sportstatistik wird diese Entscheidung in den nächsten Monaten einordnen.
Ausgabe 2027
Die nächste Ausgabe ist Afrika-Cup 2027, geplant vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda; 54 Mannschaften haben sich für die Qualifikation gemeldet. Nach der Ausgabe 2027 soll das Turnier ab 2028 nur noch alle vier Jahre stattfinden. Wer also heute einen Anbieter für den Afrika-Cup sucht, vergleicht für ein Turnier, dessen Qualifikation läuft und dessen Kader sich in den kommenden Monaten zusammenstellen werden.
Die zehn Anbieter im Vergleich
Die folgende Tabelle ordnet die Anbieter nach Whitelist-Status und Erteilungsdatum der Sportwetten-Erlaubnis. Eine Tabelle, die nur Daten wiederholt, die ohnehin identisch sind (jeder Eintrag ist lizenziert, jeder Stand 2026), würde nichts erklären – sie sagt nichts über das, was einen Anbieter vom anderen trennt. Die Spalten, die hier stehen, sind die Spalten, in denen ein Anbieter vom anderen abweicht: wer die Erlaubnis hält und seit wann sie läuft.
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status | Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| AdmiralBet | Whitelist (Sportwetten) | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| ODDSET | Whitelist (Sportwetten) | ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| bet-at-home | Whitelist (Sportwetten) | Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| Sportingbet | Whitelist (Sportwetten) | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Tipico | Whitelist (Sportwetten) | Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| 888sport | Whitelist (Sportwetten) | 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| Betano | Whitelist (Sportwetten) | Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| Winamax | Whitelist (Sportwetten) | WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 |
| Betway | Whitelist (Sportwetten) | Betway Limited | 09.03.2021 |
| VBet | Whitelist (Sportwetten) | SCGO Limited | 05.12.2023 |
Die Reihenfolge in dieser Tabelle ist die Reihenfolge der Whitelist nach Datum der Ersterteilung – sie ist keine Bewertung und keine Empfehlung. Was die Tabelle zeigt, ist die Spanne: Die Ersterlaubnisse liegen zwischen Oktober 2020 und Dezember 2023. Wer nach dem 09. November 2020 auf den Markt kam, hat sich gegen einen bereits eingeschwungenen Wettbewerb positionieren müssen; wer schon im Oktober 2020 dabei war, hat die Phase mitgenommen, in der die deutschen Konten neu geschrieben wurden.
AdmiralBet – solide Mitte mit klarer Erlaubnis, schmaler Markenauftritt
AdmiralBet gehört zu den ersten Anbietern auf der Whitelist: Die Greentube Betting Malta Limited erhielt am 9. Oktober 2020 die Sportwetten-Erlaubnis, eine Folgenerlaubnis am 29. Juli 2024 verlängerte den Bestand. Die Marke steht im Schatten der größeren Namen, was sich auch im Turnierangebot niederschlägt – wer einen breiten Afrika-Cup-Spielplan mit Sondermärkten erwartet, sollte vor der Kontoeröffnung einen Blick ins Wettprogramm werfen. Was AdmiralBet von den drei großen Namen unterscheidet, ist weniger die Lizenz als die Sichtbarkeit: Eine kleinere Marke nimmt nicht automatisch schlechtere Quoten, aber sie hat weniger Reichweite im Marketing, was sich im Quotenumfeld der kleinen Märkte bemerkbar machen kann.
Verdikt: Wer ein Whitelist-Konto mit langer Erlaubnishistorie sucht und das Turnier nicht im Hauptfokus hat, findet hier einen unaufgeregten Anbieter; für die, die ihre Afrika-Cup-Wetten über mehrere Buchmacher streuen, passt AdmiralBet eher als zweite oder dritte Station denn als alleiniger Anbieter.
ODDSET – die Traditionsmarke aus dem Lotto-Verbund
ODDSET gehört zur ODDSET Sportwetten GmbH; die Erlaubnis wurde vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 erteilt, die Erstgenehmigung stammt vom 18. November 2020. Aufsichtsbehörde ist die GGL in Halle an der Saale. ODDSET ist die Sportwettenmarke des deutschen Lotto- und Totoblocks und spricht damit Spielende an, die den Weg über die Annahmestelle gewohnt sind – wer früher ODDSET-Scheine am Kiosk abgegeben hat, findet hier denselben Markennamen wieder.
Verdikt: ODDSET ist kein Quotenkünstler, aber ein Anbieter, bei dem das Konto in einer vertrauten Umgebung entsteht; für Afrika-Cup-Spielende, die ohnehin nur wenige Tipps platzieren, ist das ein solides Angebot, das den Vorteil der LOTTO-Verbindung bei Auszahlungen mit sich bringt.
bet-at-home – langjähriger Anbieter mit österreichisch-maltaischer Führung
Bet-at-home.de wird auf der Whitelist von der Bet-at-home.com Internet Limited geführt, die ihre Sportwetten-Erlaubnis am 2. November 2020 erhalten hat; eine Folgenerlaubnis datiert auf den 22. Dezember 2022. Die Marke ist im deutschsprachigen Raum seit den 2000er-Jahren bekannt und gehört zu den Anbietern, die die Umstellung auf das deutsche Erlaubnissystem früh mitgemacht haben.
Verdikt: bet-at-home ist ein Anbieter für Spielende, die einen breiten Wettkalender schätzen und nicht zwingend auf die neuesten Live-Funktionen Wert legen; im Afrika-Cup-Spielplan ist die Marke in der Regel mit den Standardmärkten vertreten, Sonderwetten auf afrikanische Märkte sind vor der Kontoeröffnung zu prüfen.
Sportingbet – der Konfigurator+ für Mehrmarkt-Kombinationen
Sportingbet (Sportingbet (Deutschland) Limited, Ersterlaubnis 9. Oktober 2020) wirbt mit einem „Konfigurator+“, der Auswahlen aus verschiedenen Partien zu einer Wette kombiniert; das Angebot umfasst Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Der Konfigurator+ ist im Grunde eine Mehrpartien-Kombiwette mit vorgefertigten Bausteinen – er ist komfortabler als eine manuelle Kombiwette, ändert aber nichts an der Marge, die pro Bein anfällt. Die Marke gehört zu denen, die im deutschen Markt früh präsent waren, ohne sich mit den ganz großen Namen um die Spitzenplätze zu streiten.
Verdikt: Wer gerne Mehrmarkt-Kombinationen baut und dafür einen geführten Baustein sucht, ist bei Sportingbet richtig; wer auf den größtmöglichen Spielplan Wert legt, sollte das Afrika-Cup-Programm vorab prüfen.
Tipico – die Cash-out-Marke mit BGH-Vergangenheit
Tipico gehört zur Tipico Co. Limited und hält die Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 (Folgenerlaubnis 9. Dezember 2022). Die Marke steht im Zentrum der oben dargestellten BGH-Vorlage (Az. I ZR 90/23), in der es um die Rückforderung von Verlusten aus den Jahren 2013 bis 2018 geht – ein Verfahren, das in der Branche als „Tipico-Fall“ bekannt ist und die Frage klären soll, ob Verluste bei nicht (oder noch nicht) lizenzierten Anbietern zurückgefordert werden können. Tipico bietet den „Tipico Cashout“ als Funktion im Wettschein an, dazu Live-Wetten während laufender Fußballspiele. Für Spielende, die ihre Wetten aktiv verwalten, ist Cash-out ein Werkzeug, das auf einem volatilen Markt wie dem Afrika-Cup – wo Spielverläufe seltener vorhergesagt werden als in europäischen Top-Ligen – an Grenzen stößt: Wer nach 60 Minuten aussteigt, wenn eine Mannschaft führt, kann auf den Ausgleich in der Nachspielzeit nicht mehr reagieren.
Verdikt: Tipico ist die deutsche Referenzmarke, mit großer Reichweite und einer vollständigen Ausstattung; der BGH-Fall gehört zur Geschichte des Anbieters und sagt über das aktuelle Konto nichts Negatives – wer ihn als mahnendes Beispiel liest, liest richtig.
888sport – britischer Hintergrund, Gibraltar-Holding
888sport wird auf der Whitelist von der 888 Germany Limited geführt; die Ersterlaubnis datiert auf den 30. Juni 2021, die Folgenerlaubnis auf den 15. Dezember 2022. Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Muttergesellschaft und seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Der britische Hintergrund bringt eine gewisse Spielplanbreite mit, ändert aber nichts daran, dass die in Deutschland verfügbare Wettlandschaft den Regeln des GlüStV folgt.
Verdikt: 888sport ist ein Anbieter mit internationaler Konzernstruktur und Whitelist-Status; für Spielende, die einen breiten Wettkalender erwarten, ist das die richtige Adresse, der Afrika-Cup-Spielplan sollte vor der Kontoeröffnung kontrolliert werden.
Betano – Bet Builder, Live-Streams und Markenvielfalt
Betano.de wird auf der Whitelist von der Betkick Sportsbetting Limited geführt; Ersterlaubnis 19. Februar 2021, Folgenerlaubnis 16. Dezember 2022. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten und nennt in der Entwicklerbeschreibung den Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streams unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Die Live-Stream-Auswahl zeigt einen Fokus auf europäische und nordamerikanische Top-Ligen; für den Afrika-Cup selbst ist im Live-Stream-Bereich nichts angekündigt – die Spiele laufen in der Regel über die Rechte der afrikanischen Sender und werden nur in Ausnahmefällen von einem Wettanbieter ins Konto übertragen.
Verdikt: Betano ist der Anbieter im Feld, der die meisten Live-Funktionen für europäische Top-Ligen mitbringt und mit dem Bet Builder ein Werkzeug für Mehrmarkt-Wetten anbietet; wer auf Afrika-Cup-Streams im Konto hofft, wird hier wie bei allen anderen Anbietern enttäuscht.
Winamax – „0 % Wettsteuer“ und die Frage, was das wert ist
Winamax.de wird auf der Whitelist von der WINAMAX S.A. geführt; Ersterlaubnis 29. Juni 2021, Folgenerlaubnis 8. Dezember 2022. Im Footer der Website bewirbt sich Winamax mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball im Zeitraum 1. April bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Das ist das Muster, an dem sich der Wettbewerb misst: Ein Anbieter, der die Wettsteuer internalisiert, gibt 5 % des Bruttoeinsatzes aus seiner Marge ab, um denselben Bruttobetrag anzubieten – entweder er kompensiert das mit engeren Margen in anderen Märkten, oder er nimmt den Nachteil in Kauf. Bei einer Quote von 2,10 heißt das: Bei einem Anbieter mit Weitergabe zahlt der Spielende 5 € weniger pro 100 € Einsatz an Steuer und bekommt im Gewinnfall 210 € statt 200 €; bei Winamax zahlt er 100 € Einsatz und bekommt 210 € – aber die Bruttoquote, mit der Winamax kalkuliert, hat die Steuer bereits eingepreist.
Verdikt: „0 % Wettsteuer“ ist kein Geschenk, sondern eine Art der Kalkulation; Winamax nimmt das Marketing-Argument für sich in Anspruch und untermauert es mit der Odoxa-Erhebung. Wer in Märkten mit hoher Marge spielt, gleicht den Nachteil teilweise aus; wer auf kleinen Margen unterwegs ist, profitiert klar.
Betway – Cash-Out mit grünem Symbol und Konfigurator+
Betway.de wird auf der Whitelist von der Betway Limited geführt; Ersterlaubnis 9. März 2021, Folgenerlaubnis 23. Dezember 2022. Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“, der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Betway bietet einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Das ist eine ähnliche Mechanik wie bei Sportingbet, mit dem Unterschied, dass die Marke dahinter eine andere ist und der Fußball-Fokus sich in den Sondermärkten niederschlägt.
Verdikt: Betway ist ein Anbieter mit vollständiger Standardausstattung und einem Cash-Out, der sich gut bedienen lässt; für Afrika-Cup-Spielende ist die Frage, ob der Konfigurator+ auf afrikanische Ligen ausgedehnt ist, was vor der ersten Wette zu prüfen ist.
VBet – der späte Neue auf der Liste
VBet.de wird auf der Whitelist von der SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta, geführt; die Sportwetten-Erlaubnis ist seit dem 5. Dezember 2023 verzeichnet. Das ist die jüngste Ersterlaubnis der zehn Anbieter und das kürzeste Whitelist-Datum – VBet hat die Phase der Ersterlaubnisse verpasst und ist erst in die deutsche Regulierung eingestiegen, als der Markt schon sortiert war. Welche Afrika-Cup-Märkte VBet zeigt, ist vor einer Kontoeröffnung im Wettprogramm zu prüfen.
Verdikt: VBet ist der späte Neue im Feld, mit einer Lizenz, die ihre ersten zwei Jahre noch nicht hinter sich hat; wer einen Anbieter mit langer Whitelist-Historie sucht, ist hier falsch, wer einen neueren Marktauftritt schätzt, findet ihn.
Wie viel kostet ein Afrika-Cup-Schein?
Wer einen 1X2-Markt auf ein Afrika-Cup-Spiel mit den Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60 spielt, zahlt – wenn er 100 € gerecht auf alle drei Ergebnisse verteilt – eine Auszahlungsquote von rund 92,5 %, also eine Marge von etwa 7,5 %. Das ist die Bandbreite, in der sich ein typischer Afrika-Cup-Markt bewegt; sie liegt über dem, was eine europäische Top-Liga wie die Bundesliga an Marge mitbringt (4 bis 5 %), und sie ist niedriger als die Marge, die auf Turniersieger- oder Torschützenwetten üblich ist (10 bis 15 % und mehr). Das ist die Stelle, an der die Wettsteuer ins Spiel kommt: Wenn ein Anbieter sie weitergibt, schlägt sie auf jede Quote durch, aus 2,10 werden 2,00, aus 3,40 werden 3,23; wenn er sie internalisiert, bleibt die Quote stehen, aber die Bruttokalkulation des Anbieters enthält bereits den Steueranteil. Auf einem Markt mit 7,5 % Marge ist der Unterschied spürbar, auf einem Markt mit 4 % Marge ist er entscheidend.
Worauf es bei der Anbieterwahl ankommt
Die Lizenz trennt erlaubte von unerlaubten Angeboten, aber innerhalb der Lizenz entscheidet die Marge über den langfristigen Erfolg. Drei Punkte, die vor dem ersten Schein geprüft werden sollten.
Das Wettprogramm für Afrika-Cup-Spiele
Ob ein Anbieter die Standardmärkte (1X2, Über/Unter, beide treffen) auf alle 36 Gruppenspiele und alle K.-o.-Spiele anbietet, ist die Grundlage; ob er Sondermärkte (Handicap asiatisch, Spieler-Torschützen, Halbzeit/Endstand) führt, ist die Kür. Wer auf Torschützen wetten will, sollte prüfen, ob der Anbieter die Kader tatsächlich ins Programm nimmt – afrikanische Nationalmannschaften sind in den Spielerdatenbanken kleinerer Anbieter oft lückenhaft.
Der Umgang mit der Wettsteuer
Anbieter, die „0 % Wettsteuer“ bewerben, internalisieren die Steuer. Anbieter, die sie ausweisen, lassen den Spielenden entscheiden. Wer viele kleine Kombiwetten spielt, sollte die Bruttoquote prüfen, nicht die ausgewiesene Nettogewinnsumme; ein Anbieter mit enger Bruttoquote und Steuerübernahme kann schlechter dastehen als einer mit weiterer Bruttoquote und Steuerweitergabe.
Cash-out und Live-Funktionen
Cash-out ist kein Standard auf allen Anbietern und funktioniert auf liquiden Märkten (Bundesliga, Premier League, Champions League) enger als auf illiquiden (Afrika-Cup, kleinere Ligen). Wer seinen Schein während eines Afrika-Cup-Spiels aussteigen will, sollte vorher prüfen, ob Cash-out angeboten wird und welcher Wert ausgewiesen ist – auf kleinen Märkten liegt der Cash-out-Wert oft deutlich unter dem fairen Wert, weil der Anbieter das Gegenrisiko einkalkuliert.
Was die Anbieter im Spielplan abdecken
Der Afrika-Cup-Spielplan besteht aus 36 Gruppenspielen in sechs Vierergruppen, 16 Spielen in der K.-o.-Runde (Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale, Finale, Spiel um Platz 3) und den Qualifikationsrunden, die vor dem Turnier stattfinden. Ein Anbieter, der den Afrika-Cup vollständig abdeckt, hat im Regelfall alle Gruppenspiele und alle K.-o.-Spiele im 1X2-Markt, dazu zumindest die Standardmärkte (Über/Unter Tore, beide treffen). Langzeitmärkte – Turniersieger, Torschützenkönig, bester Gruppenphase – sind im Vorfeld des Turniers verfügbar und werden nach Beginn der Gruppenphase teilweise geschlossen.
Wer Sondermärkte anbietet
Sondermärkte auf afrikanische Ligen sind eine Frage des Anbieters: Tipico, Winamax und Betano haben in der Vergangenheit die breitesten Programme für afrikanische Turniere gezeigt, kleinere Anbieter wie ODDSET oder AdmiralBet zeigen das Standardprogramm. Vor einer Sonderwette (etwa auf einen Torschützen, der noch nicht fest im Kader steht) sollte das Wettprogramm direkt beim Anbieter geprüft werden.
Wer Live-Streams hat
Live-Streams von Afrika-Cup-Spielen sind in deutschen Wettkonten selten: Die Übertragungsrechte liegen bei afrikanischen und internationalen Sendern, und kein deutscher Wettanbieter hat ein umfassendes Afrika-Cup-Stream-Paket angekündigt. Wer ein Spiel live verfolgen will, ist in der Regel auf die Sender der CAF oder auf internationale Stream-Dienste angewiesen – das Wettkonto zeigt den Spielverlauf über das Live-Center, nicht das Bild.
Die Bonuslogik bei Turnierangeboten
Der Glücksspielstaatsvertrag kennt keine Vorgaben für Sportwetten-Boni: Höhe, Umsatzfaktor, Mindestquote und Frist kommen allein aus den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Anbieters. Wer ein Willkommensangebot annimmt, schließt einen Vertrag über die Bedingungen des Anbieters ab, nicht über das, was die Werbung verspricht.
Was Umsatzbedingungen wirklich heißen
Ein Bonus von 100 % auf 100 € Einzahlung mit 5-fachem Umsatz bedeutet, dass 500 € an Wetten platziert werden müssen, bevor eine Auszahlung möglich ist. Bei einer Mindestquote von 1,80 und einer durchschnittlichen Marge von 7,5 % auf den Afrika-Cup-Märkten kostet das den Spielenden im statistischen Mittel einen Betrag, der sich aus Umsatz × Marge ergibt – bei den genannten Zahlen rund 37,50 €, die als „Preis“ für die 100 € Bonus zu Buche schlagen. Wer mit kleineren Einsätzen spielt, sollte prüfen, ob jede Wette den Mindesteinsatz des Anbieters erreicht; wer die Frist verpasst, verliert Bonus und Umsatz gleichermaßen.
Warum Gratiswetten keine Gratiswetten sind
Eine Gratiswette ist ein Wettguthaben, dessen Einsatz im Gewinnfall nicht zurückgezahlt wird. Wer eine 10 € Gratiswette auf eine 3,00-Quote setzt, gewinnt 30 € brutto, davon den Nettogewinn von 20 €, nicht 30 €. Was die Gratiswette statistisch wert ist, hängt von der Marge des Marktes ab, auf dem sie gespielt wird – auf einem Markt mit 7,5 % Marge ist der erwartete Wert einer 10 € Gratiswette bei einer Quote von 3,00 etwa 10 × (3,00 − 1) ÷ 3,00 × 0,925 ≈ 6,17 €, auf einem Markt mit 4 % Marge etwa 10 × (3,00 − 1) ÷ 3,00 × 0,96 ≈ 6,40 €. Die Marge entscheidet, nicht die Quote.
Was die Anbieter im Vergleich kostet
Wer auf einem Markt mit 7,5 % Marge spielt, gibt langfristig 7,5 € pro 100 € Einsatz ab. Das ist kein Verlust auf einen einzelnen Schein – ein einzelner Gewinn kann den Einsatz um ein Vielfaches übersteigen –, sondern der Preis, den der Anbieter aus jedem eingesetzten Euro nimmt. Bei Afrika-Cup-Spielen liegt diese Marge in der Regel über dem, was eine europäische Top-Liga verlangt; bei Turniersiegerwetten und Torschützenmärkten liegt sie deutlich darüber. Wer seine Wetten streut, vergleicht die Margen, nicht die Spitzenquoten.
Was das für die Wahl des Anbieters heißt
Die Marge ist die eine Größe, die auf Dauer zählt. Wer bei Anbieter A eine Spitzenquote von 4,50 auf einen Torschützen bekommt und bei Anbieter B eine Quote von 4,20, vergleicht nicht die Differenz von 0,30 – er vergleicht, wie viele Auswahlen der beiden Anbieter ins Programm nimmt, wie eng die Folgerungen ausfallen und wie sich das Gesamtbild für eine Kombiwette darstellt. Wer eine Quote „verbessert“ sieht, sollte prüfen, ob der Markt insgesamt aufgeweitet wurde.
Was bei Auszahlungen zu beachten ist
Auszahlungen auf ein Bankkonto im eigenen Namen sind Standard und kosten keine Gebühr nach § 6b Abs. 6 GlüStV. Was die Bearbeitungsdauer angeht, sind die Anbieter untereinander ungleich: E-Wallet-Auszahlungen werden innerhalb von 24 Stunden bearbeitet, Bankauszahlungen brauchen ein bis drei Werktage, in Einzelfällen länger. Die GlüStV-Vorgabe von fünf Werktagen bei Kontoschließung ist eine Schutzfrist, kein Regelfall.
Wenn die Auszahlung hakt
Wer eine Auszahlung anfordert und sie innerhalb von drei Werktagen nicht erhält, sollte den Anbieter direkt ansprechen. Bei Anbietern auf der Whitelist ist das Beschwerdemanagement über die GGL erreichbar, falls der Anbieter nicht reagiert – die Behörde hat die Aufsicht über die lizenzierten Anbieter. Das ist der Vorteil eines lizenzierten Kontos gegenüber einem Offshore-Konto: Es gibt eine zuständige Stelle, an die man sich wenden kann.
Verantwortungsvolles Spielen: Wo die Grenzen liegen
Wer ein Konto auf der Whitelist führt, hat Zugang zu OASIS und zum Panikbutton – aber er hat auch die Pflicht, sich an die Regeln zu halten. Wer parallel spielt, mehrere Konten unterhält oder die Verifizierung umgeht, verstößt gegen § 6h und riskiert den Verlust seines Kontos und der Gewinne.
Wann eine Sperre sinnvoll ist
Wer merkt, dass das Spielen mehr Zeit kostet als geplant, dass die Einsätze steigen, um Verluste auszugleichen, oder dass die Kontrolle über das eigene Verhalten verloren geht, sollte die Selbstsperre über OASIS aktivieren. Die Sperre gilt für alle Whitelist-Anbieter gleichzeitig und ist der einzige Mechanismus, der das gesamte Spielumfeld schließt.
Hilfe bei Spielsucht
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet unter spielsucht-therapie.de und über die Telefonberatung 0800 1 372 700 anonyme Beratung; die Anlaufstellen sind kostenlos und unabhängig vom Anbieter.
Was die Rechtslage für Neukunden konkret heißt
Wer ein Konto bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis eröffnet, gibt den Schutz der Whitelist auf: keine OASIS-Sperre, kein LUGAS-Limit, kein Treuhandkonto, keine Auszahlungsfrist nach Kontoschließung. Wer bei einem lizenzierten Anbieter spielt, hat diese Mechanismen – und die Pflicht, sie zu nutzen.
Die Frage der Rückforderung
Die oben dargestellte BGH-Vorlage (Az. I ZR 90/23) und die Schlussanträge des EuGH-Generalanwalts vom 19. März 2026 betreffen Fälle aus den Jahren 2013 bis 2018, als die deutsche Regulierung noch nicht in Kraft war. Wer heute bei einem nicht lizenzierten Anbieter spielt, kann sich auf eine solche Rückforderung nicht verlassen – das EuGH-Verfahren ist offen, und die Ausnahme des Generalanwalts für Fälle, in denen Behörden die Lizenzpflicht vorerst nicht durchgesetzt haben, könnte auch für die Übergangsphase 2021 bis heute relevant werden.
Wie sich der Vergleich liest
Die zehn Anbieter in dieser Übersicht sind die zehn Anbieter, die auf der Whitelist stehen – nicht die zehn „besten“ im Sinn einer Rangliste. Wer eine Quotenliste sucht, muss sie selbst beim Anbieter prüfen, weil die Quoten sich vor jedem Spiel ändern. Wer einen Anbieter mit langer Whitelist-Historie sucht, findet ihn unter den Erlaubnissen vom Oktober 2020 (AdmiralBet, Sportingbet, Tipico, ODDSET, bet-at-home). Wer einen Anbieter mit vollständiger Funktionspalette sucht, ist bei Tipico, Betano oder Winamax richtig. Wer einen Anbieter mit Bonus ohne Steuerweitergabe sucht, landet bei Winamax. Wer einen Anbieter mit einfacher Bedienung sucht, ist bei ODDSET nicht falsch.
Was die Lizenz nicht sagt
Die Lizenz sagt nichts über die Qualität des Wettprogramms, die Marge auf kleinen Märkten, die Reaktionsgeschwindigkeit des Supports oder die Zuverlässigkeit der Auszahlung. All das muss der Spielende selbst prüfen – am besten mit einer kleinen Auszahlung, bevor er ein größeres Konto aufbaut.
Was bleibt
Wer den Afrika-Cup 2027 in Deutschland mit Wetten begleiten will, hat zehn lizenzierte Anbieter zur Auswahl – und damit mehr, als in den meisten anderen europäischen Märkten verfügbar ist. Die Lizenz ist die Eintrittskarte, nicht das Programm; was die Anbieter im Programm bieten, ist ihre eigene Sache. Wer seine Wetten platziert, sollte das mit einem Anbieter tun, dessen Afrika-Cup-Spielplan er gesehen hat, dessen Wettsteuer-Logik er versteht und dessen Cash-out-Regeln er kennt. Der Rest ist Quotenrechnung – und die ändert sich mit jedem Spiel.
Häufig gestellte Fragen
Nach welchen Kriterien lässt sich ein Wettanbieter für den Afrika-Cup vergleichen, ohne Gewinne zu versprechen?
Drei Kriterien tragen: die Whitelist-Identität (ist die Domain überhaupt erlaubt), die Marge auf den 1X2-Märkten (typisch 7–8 % beim Afrika-Cup) und der Umgang mit der Wettsteuer (Weitergabe oder Internalisierung). Wer Turniersieger oder Torschützen spielt, prüft die Marge dieser Langzeitmärkte, weil sie oft über 10 % liegt. Alles andere – Bonus, Cash-out, Konfigurator – ist Komfort, nicht Substanz.
Wann soll der Afrika-Cup 2027 stattfinden, und welche Ausgabe liegt zuletzt zurück?
Die Ausgabe 2027 ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant; 54 Mannschaften haben sich für die Qualifikation gemeldet. Die zuletzt gespielte Ausgabe ist der Afrika-Cup 2025, der vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko ausgetragen wurde und mit dem 1:0-Sieg Senegals im Finale endete – wobei die CAF das Ergebnis später auf 3:0 für Marokko wertete. Ein Afrika-Cup 2026 existiert nicht; das Turnier spielt alle zwei Jahre, mit einer Verschiebung auf einen Vier-Jahres-Rhythmus ab 2028.
Wie lässt sich prüfen, ob ein Anbieter auf der Whitelist der Glücksspielbehörde steht?
Die Whitelist der GGL ist auf glücksspiel-behoerde.de öffentlich einsehbar; sie nennt pro Eintrag die Domain, den Erlaubnisinhaber und das Datum der Erteilung und der Folgenerlaubnisse. Wer einen Anbieter prüft, sollte die Domain exakt prüfen – eine Whitelist-Erlaubnis für Admiralbet.de deckt nicht admiral.com oder eine andere Domain desselben Halters ab. Der Snapshot vom 2. Oktober 2026 weist 30 Einträge aus.
Wie unterscheidet sich der Umgang mit der Sportwettensteuer von 5,3 % zwischen Anbietern, und wie wirkt sie sich auf die Quote aus?
Die Steuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer“, also rund 5,03 % des gezahlten Betrags, und wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spielenden. Anbieter, die sie weitergeben, ziehen sie von jeder Quote ab; aus 2,10 wird 2,00, aus 3,40 werden 3,23. Anbieter, die sie internalisieren, behalten die Bruttoquote bei, kalkulieren aber den Steueranteil in ihre Margen ein. Winamax bewirbt „0 % Wettsteuer“ und internalisiert; wer bei einem anderen Anbieter mit Weitergabe spielt, sieht die niedrigeren Nettogewinne direkt im Wettschein.
Welche Umsatzbedingungen und Mindestquote sind bei Willkommensangeboten für Turnierwetten zu beachten?
Die Bedingungen stehen allein in den AGB des Anbieters; der Glücksspielstaatsvertrag setzt keine Vorgaben. Üblich sind Umsatzfaktoren zwischen 3- und 10-fach, Mindestquoten zwischen 1,50 und 2,00, Fristen zwischen 7 und 90 Tagen. Wer eine Auszahlung vor Ablauf der Bedingungen anfordert, verliert Bonus und oft auch die damit erzielten Gewinne. Wer die Frist verpasst, verliert den Bonus. Die Marge des Marktes, auf dem der Umsatz erbracht wird, bestimmt den statistischen Preis des Bonus.
Warum zählt eine Lizenz aus Curaçao oder Malta für Wetten in Deutschland nicht als Nachweis?
Weil die Erlaubnis, in Deutschland Sportwetten zu vermitteln, nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV ausschließlich die GGL vergibt; eine Lizenz aus einem anderen Rechtsraum begründet keinen Anspruch auf den deutschen Markt. Anbieter mit Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta sind nicht an OASIS, LUGAS oder die Spielregeln des GlüStV gebunden und fallen bei Streitigkeiten nicht unter deutsche Aufsicht. Die GGL hat im September 2026 ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt. Wer bei einem solchen Anbieter spielt, verzichtet auf den Schutzmechanismus, den ein Whitelist-Konto mitbringt.
Erstellt vom Redaktionsteam „Europawetteninfo”.
