Afrika-Cup Wetten 2026: was im Veröffentlichungsjahr gilt und was sich daraus ergibt

Updated Oktober 2026
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Ein Fußballstadion unter Flutlicht mit hellen Rängen, von einem Hügel aus gesehen, darüber ein dunkelblauer Abendhimmel.
Der Afrika-Cup 2025 fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko mit 24 Nationen statt.

Im Veröffentlichungsjahr findet kein Afrika-Cup statt. Die zurückliegende Ausgabe lief vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko, die nächste ist für den Sommer 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant. Wer unter dem Stichwort „Afrika-Cup Wetten 2026" sucht, fragt also nach Wetten auf eine nicht stattfindende Ausgabe – gemeint sind die Wettangebote, die Buchmacher mit deutscher Erlaubnis rund um den Wettbewerb im Programm führen. Der entscheidende Punkt ist nicht das Datum, sondern die Erlaubnis: Wetten auf den Afrika-Cup sind in Deutschland nur bei Anbietern mit einer Sportwetten-Genehmigung der GGL zulässig, und die Whitelist ist die einzige Stelle, an der sich diese Erlaubnis verbindlich prüfen lässt.

Diese Seite ordnet die Rechtslage ein, zeigt welche Wettarten ein Turnier mit Gruppenphase und K.-o.-System überhaupt hergibt, und nimmt zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis in den Blick. Der Schwerpunkt liegt auf der Frage, was eine Wette auf den Afrika-Cup konkret kostet – an Quote, an Steuer und an Umsatzbedingungen – und wo die Daten aufhören.

Rechtslage: Wetten auf den Afrika-Cup nur mit deutscher Erlaubnis

Eine Waage aus Messing und ein geschlossener Aktenordner ohne Beschriftung stehen auf einem polierten Schreibtisch.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Die GGL führt eine öffentliche Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV, in der jeder Anbieter mit erteilter Sportwetten-Genehmigung namentlich geführt wird. Der Stand vom 2. Oktober 2026 enthält 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis – zwei davon mit zusätzlicher Pferdewetten-Genehmigung – sowie drei weitere ausschließlich für Pferdewetten zugelassene Anbieter. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain; eine .de-Domain allein beweist allerdings noch keine Erlaubnis, denn Whitelist-Eintrag und Domain sind getrennt zu prüfen. Eine erste Erlaubnis wird nach § 4c Abs. 1 GlüStV für fünf Jahre erteilt. Die Whitelist weist ausschließlich Ausstellungsdaten aus, kein Enddatum – wer ein Ende nennt, erfindet es.

Wichtig für den Afrika-Cup: Die Erlaubnis gilt nur für das gelistete Domain. Eine Schwesterdomain desselben Inhabers – etwa für virtuelle Automatenspiele – fällt unter eine andere Genehmigung mit eigenen Regeln. Wer also auf einem gelisteten Wettportal eine Afrika-Cup-Wette platziert, bewegt sich im erlaubten Rahmen; ein Klick auf die angrenzende Casino-Lobby ist es nicht zwangsläufig.

Wetten auf E-Sports sind in Deutschland nicht erlaubt. Die GGL stellt dazu klar, dass E-Sports nicht als Sport im Sinne des Staatsvertrags anerkannt ist; E-Sports-Wetten existieren auf keiner Whitelist. Auch Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig; nicht jede Wettart, die ein internationales Buchmacherportal anbietet, ist in Deutschland abrufbar. Live-Wetten sind nur eingeschränkt möglich – während eines laufenden Spiels darf in der Regel nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder ähnliche Komponenten gewettet werden, nicht auf jeden einzelnen Ballwechsel oder Korb. Fußball unterhalb der 3. Liga zählt nach GGL-Praxis als Amateursport und ist vom Wettprogramm ausgenommen.

Woran man eine gültige Erlaubnis erkennt

Ein Fußball auf rotem Sandboden neben einer Reihe Hütchen auf einem Trainingsplatz bei untergehender Sonne.
Der Afrika-Cup 2027 ist für die Zeit vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda angesetzt; zur Qualifikation meldeten sich 54 Mannschaften an.

Die GGL beaufsichtigt nicht nur, sie verhängt auch Untersagungsverfügungen, Zahlungsblockaden und Netzwerkblockaden nach § 9 GlüStV. Wer dennoch bei einem nicht gelisteten Anbieter spielt, hat zivilrechtlich ein Argument auf seiner Seite, aber keine Garantie auf Rückzahlung. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof im Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit solcher Verträge entgegensteht; der Generalanwalt hat im März 2026 die Möglichkeit bejaht, unterlegene Einsätze zurückzufordern, mit Ausnahme von Fällen, in denen Behörden die Durchsetzung der Lizenzpflicht ausgesetzt haben. Das ist eine Linie, noch kein Anspruch.

Sportwettensteuer: 5,3 % – aber wie sie weitergereicht wird

Deutschland erhebt auf jede Sportwette eine Wettsteuer nach §§ 16–25 RennwLottG. Der Steuersatz beträgt 5,3 %, berechnet auf der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst", das sind rund 5,03 % des eingesetzten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Spieler – die Frage, wer die Steuer wirtschaftlich trägt, ist eine Frage des Anbieters. Manche Anbieter ziehen die Steuer direkt vom Einsatz ab, andere mindern die angezeigte Quote, andere schreiben die Wette ohne Abzug gut und führen die Steuer aus der Marge ab.

Diese Aufteilung entscheidet darüber, wie viel von einem Gewinn übrig bleibt. Wer 100 € zu einer Quote von 2,00 setzt und nichts von der Steuer mitbekommt, hat einen Bruttogewinn von 100 €; wer die Steuer im Einsatz trägt, hat einen niedrigeren Nettogewinn; wer sie in der Quote trägt, sieht eine niedrigere Quote und merkt den Abzug erst beim Vergleich mit anderen Anbietern. Vergleiche lohnen sich also nur, wenn klar ist, dass beide Anbieter die Steuer gleich behandeln – sonst steht nicht dasselbe gegenüber.

Dass ein Anbieter die Steuer ordnungsgemäß abführt, beweist im Übrigen keine Erlaubnis zur Vermittlung in Deutschland. Auch unerlaubte Anbieter können – freiwillig oder gezwungen – Steuern abführen; das eine ist eine finanzrechtliche Frage, das andere eine glücksspielrechtliche.

Spielerschutz: was eine Turnierwoche mit dem Budget macht

Eine Afrika-Cup-Woche verdichtet Spiele, Quoten und Live-Märkte auf wenige Tage. Sechs Gruppen spielen parallel, K.-o.-Runden folgen im Zwei-Tages-Rhythmus, das Finale ist ein einzelner Tag. Wer in dieser Phase wettet, läuft Gefahr, mehr Wetten in kürzerer Zeit zu platzieren, als es das eigene Budget vorsieht – nicht aus mangelnder Disziplin, sondern weil das Wettprogramm schneller rollt, als ein Kontostand es abbildet. Genau dafür gibt es drei Mechanismen, die gesetzlich vorgesehen sind und die jeder Anbieter mit deutscher Erlaubnis anbieten muss.

Das monatliche Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV liegt standardmäßig bei 1.000 € pro Monat, summiert über alle Anbieter hinweg. Die technische Grundlage ist die Limitdatei bei LUGAS, der zentralen Spielerdatenbank: jeder Versuch, mehr einzuzahlen, wird abgelehnt, auch über mehrere Konten hinweg. Wer ein höheres Limit vereinbaren möchte, muss gegenüber dem Anbieter wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen – eine Selbsterklärung reicht nicht. Ein Anbieter darf für einzelne Spieler ein Limit von bis zu 10.000 € setzen, in Ausnahmen bis zu 30.000 €, das aber höchstens für ein Prozent seiner aktiven Spieler. Eine Herabsetzung greift sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen – wer das Limit anhebt, kann es sich eine Woche lang anders überlegen.

Die zentrale Sperrdatei ist OASIS nach §§ 8, 8a GlüStV. Jeder Anbieter mit deutscher Erlaubnis fragt OASIS bei der Registrierung und bei jedem Login ab. Eine Selbstsperre, die der Spieler selbst beantragt, dauert mindestens drei Monate, falls eine Frist genannt wird, sonst mindestens ein Jahr. Eine Fremdsperre, etwa durch Angehörige, ist ebenfalls möglich; über die Dauer entscheidet die zuständige Behörde. OASIS gilt verbindlich für alle erlaubten Anbieter, und genau hier liegt der Unterschied zu Offshore-Buchmachern: wer dort spielt, ist nicht in OASIS eingetragen und kann parallel bei einem anderen Anbieter weiterspielen.

Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV ist eine 24-Stunden-Sofortsperre, die der Spieler selbst auslöst, etwa wenn er merkt, dass er gerade dabei ist, sein Limit zu reißen. Der Mechanismus ist rudimentär und bewusst als Atempause gedacht – wer ihn auslöst, steht am Ende der 24 Stunden vor der Entscheidung, ob er weiterspielen will. Parallel-Spiel-Verbote aus § 6h GlüStV sorgen ergänzend dafür, dass zeitgleiches Spielen bei mehreren Anbietern über die Aktivitätsdatei bei LUGAS erkennbar ist.

Wer bei einem Offshore-Anbieter spielt, ist an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen – höhere Limits, schnelleres Spiel, aber kein Zugriff auf die Schutzmechanismen, die für Deutschland entwickelt wurden. Genau diese Schere macht den Unterschied zwischen einer Wette mit Erlaubnis und einer Wette ohne.

Wettarten: was ein Turnier mit Gruppenphase und K.-o.-System hergibt

Ein Afrika-Cup bringt drei Ebenen zusammen, auf die gewettet werden kann: die ganze Ausgabe als Ganzes, jede Gruppe als eigenständiger Wettbewerb und jedes einzelne Spiel. Daraus folgen die typischen Märkte.

Turnierwetten zielen auf den Sieger des gesamten Wettbewerbs, auf den Torschützenkönig, auf den Spieler des Turniers oder auf den Finalisten. Diese Wetten laufen oft schon Monate vor dem ersten Spiel und ändern sich mit jeder Nachricht über Kader, Verletzungen und Form. Wer den Torschützenkönig tippt, sollte wissen, dass fünf Tore in einem Afrika-Cup mit 24 Mannschaften und sieben Spielen des Titelgewinners bereits zu den höchsten Marken gehören – Brahim Díaz gewann diese Auszeichnung 2025 mit fünf Treffern.

Gruppenwetten behandeln jede Gruppe als eigenen Wettbewerb. Wer auf den Gruppensieger setzt, wettet darauf, dass eine Mannschaft Gruppenerster wird – nicht nur, dass sie die Gruppe übersteht. Eine Wette auf das Weiterkommen einer Mannschaft umfasst auch den möglichen Einzug als einer der besten Gruppendritten; die Auslegung hängt vom Anbieter ab und sollte vor Abgabe geprüft werden. Mit sechs Vierergruppen und dem Weiterkommen der beiden Ersten sowie der vier besten Dritten qualifizieren sich 16 von 24 Mannschaften für das Achtelfinale – das ist im Vergleich zu Europameisterschaften mit ähnlicher Gruppenstruktur ein hoher Anteil.

Spielwetten decken das einzelne Match ab. Im einfachsten Fall die Drei-Wege-Wette auf Heimsieg, Unentschieden oder Auswärtssieg. Hinzu kommen Über/Unter-Wetten auf die Anzahl der Tore, Handicaps auf einen fiktiven Rückstand, Doppelte Chance und Ergebniswetten zur Halbzeit oder zum Spielende. Für K.-o.-Spiele ab dem Achtelfinale gilt: Anbieter werten die reguläre Spielzeit als Basis – eine Wette auf den Sieger eines Achtelfinales wird in der Regel mit dem Ergebnis nach Verlängerung und ggf. Elfmeterschießen entschieden, es sei denn, der Anbieter schreibt etwas anderes. Wer auf das „Endergebnis nach 90 Minuten" wettet, hat eine andere Wette abgegeben als auf das Weiterkommen – das wird leicht verwechselt.

Die Quoten zu diesen Märkten sind das, was am schnellsten altert. Eine Quote zur Gruppenphase am Tag vor dem Spiel ist nicht die Quote am Anpfiff. Wer eine Wette platzieren will, sollte den Zeitpunkt kennen, an dem der Anbieter die Quote eingefroren hat; im Wettschein wird der Zeitstempel mitgeschrieben, aber gelesen wird er selten.

Was die Marge über die Quote verrät

Die Quote eines Buchmachers ist keine neutrale Wahrscheinlichkeit. Hinter jeder Quote steht eine Marge, die der Anbieter auf das gesamte Marktvolumen aufgeschlagen hat. Die Marge einer Drei-Wege-Wette auf Quote 2,10 – 3,40 – 3,60 rechnet sich so: Der Buchmacher zahlt 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) ≈ 0,9288 eines jeden Euros als Gewinn aus. Die Marge beträgt entsprechend rund 7,1 %. Das ist nicht die Marge einer anderen Wette, nicht die Marge desselben Anbieters auf einer anderen Paarung und nicht die Marge einer Handicap-Linie. Wer Quoten vergleicht, vergleicht also immer die Quoten desselben Marktes zur selben Uhrzeit.

Eine niedrigere Marge kommt dem Spieler zugute, aber sie kommt erst zum Tragen, wenn über sehr viele Wetten gemittelt wird. Eine einzelne Wette kann jede noch so faire Marge schlagen oder verlieren, weil das Ergebnis eines Spiels nicht normalverteilt ist. Wer auf der Marge entscheidet, wo er spielt, sollte daher mehrere Märkte vergleichen – nicht nur die Quoten seines Stammspiels.

Live-Wetten: was im erlaubten Rahmen bleibt

Live-Wetten auf den Afrika-Cup sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur auf das Endergebnis oder auf seltene Ereignisse im laufenden Spiel zulässig. Das nächste Tor in einem Fußballspiel ist eine solche Komponente, weil Tore selten sind; der nächste Punkt im Tennis wäre ein Wettgegenstand auf jedes einzelne Ballwechselereignis und ist nicht erlaubt. Wer bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis live wettet, bekommt also nur einen eingeschränkten Markt zu sehen – verglichen mit Offshore-Buchmachern, die ohne diese Schranken arbeiten. Genau das ist ein Punkt, an dem Spieler mit deutscher Erlaubnis weniger Auswahl haben als bei einem Anbieter ohne.

Cash-Out, also das vorzeitige Auswerten einer offenen Wette, ist nicht im Staatsvertrag geregelt – die GGL hat dazu keine eigene Bestimmung veröffentlicht. Die Funktion, die einzelne Anbieter anbieten, ist daher ein Produktmerkmal und kein gesetzlich verbrieftes Recht. Wer Cash-Out nutzt, akzeptiert den vom Anbieter angesetzten Auszahlungswert, der in der Regel unter dem rechnerischen Wert liegt; Cash-Out ist eine Bequemlichkeitsfunktion, kein besseres Geschäft.

Gewinne werden grundsätzlich erst nach dem offiziellen Ende eines Ereignisses ausgezahlt. Diese Regelung schützt vor der Auszahlung auf Spiele, die nachträglich wegen Regelverstößen neu angesetzt werden – etwa das Afrika-Cup-Finale 2025, bei dem die CAF das Ergebnis Monate nach dem Schlusspfiff nachträglich zugunsten Marokkos wertete, nachdem senegalesische Spieler den Platz verlassen hatten. Wer zu einem Ergebnis wettet, sollte sich also nicht auf eine schnelle Auszahlung am Spielabend verlassen.

Afrika-Cup-Spielplan: was wann verfügbar ist

Der Afrika-Cup wird seit 2019 mit 24 Mannschaften ausgetragen und ist seitdem der größte afrikanische Fußballwettbewerb. Die Ausgabe 2025 fiel mit 24 Mannschaften in sechs Gruppen aus, die Gruppenersten und -zweiten sowie die vier besten Gruppendritten qualifizierten sich für das Achtelfinale, danach folgte ein K.-o.-System mit Verlängerung und Elfmeterschießen bei Gleichstand. Dieses Format wird auch 2027 wieder angewendet; Änderungen am Modus sind derzeit nicht angekündigt.

Die kommende Ausgabe wird zwischen dem 19. Juni und 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda ausgetragen. 54 Mannschaften haben sich zur Qualifikation gemeldet, 24 werden am Ende teilnehmen. Da die Qualifikationsspiele über zwei Jahre laufen, beginnen die Märkte auf das Turnier lange vor dem Anpfiff der Gruppenphase – Turniersieger-Quoten sind schon vor der Auslosung der Gruppen handelbar und werden sich über die nächsten Monate mehrfach bewegen.

Die Ausgabe 2025 fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko statt. Der Termin war ursprünglich für den Sommer 2025 geplant, wurde aber wegen Terminkonflikten mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 auf den Jahreswechsel verschoben. Senegal gewann das Finale am 18. Januar 2026 mit 1:0 nach Verlängerung gegen Gastgeber Marokko. Dieses Ergebnis wurde zwei Monate später von der CAF auf 3:0 für Marokko umgewertet, weil senegalesische Spieler nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff den Platz verlassen hatten. Der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an – ein Verfahren, das zeigt, wie Spätauswertungen über lange Zeit hinweg die Spielbilanz eines Turniers verändern können.

Ägypten bleibt mit sieben Titeln Rekordsieger des Afrika-Cups; Samuel Eto’o führt mit 18 Toren die Liste der Rekordtorschützen an. Der Wettbewerb wird seit 1957 ausgetragen und steht unter der Organisation der Confédération Africaine de Football (CAF). Ab 2028 soll der Afrika-Cup nach Plan der CAF nur noch alle vier Jahre stattfinden – eine Rhythmusänderung, die für Buchmacher vor allem die Taktung der Turnierwetten verschiebt.

Einordnung der Ausgaben

Ausgabe Anbieter (Whitelist-Status / Erlaubnisinhaber) Sportwetten-Erlaubnis seit
bet365 auf der Whitelist geführt – Hillside (Europe) ENC, Malta 09.10.2020
VBet auf der Whitelist geführt – SCGO Limited, Malta 05.12.2023
Betway auf der Whitelist geführt – Betway Limited 09.03.2021
ODDSET auf der Whitelist geführt – Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020
AdmiralBet auf der Whitelist geführt – Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
Tiptorro auf der Whitelist geführt – Torro Tec Limited, Malta 30.06.2021
Sportingbet auf der Whitelist geführt – Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
888sport auf der Whitelist geführt – 888 Germany Limited 30.06.2021
DAZN Bet auf der Whitelist geführt – DZBT Operations Limited, Malta 22.08.2023
Interwetten auf der Whitelist geführt – Interwetten Gaming Limited, Malta 02.11.2020

Die Spalte „Sportwetten-Erlaubnis seit" nennt das Ausstellungsdatum der Erstgenehmigung; eine Genehmigung läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV grundsätzlich fünf Jahre. Bei mehreren Anbietern gibt es Folgeerlaubnisse – etwa AdmiralBet mit Erlaubnissen aus 2020, 2022 und 2024 –, die in der Whitelist nachgehalten werden. Was die Tabelle nicht abbildet: das Datum der jeweils jüngsten Folgeerlaubnis, die ein Indikator für die fortlaufende Aufsicht ist. Wer das prüfen will, schlägt in der Whitelist direkt nach.

Anbieter im Vergleich: zehn Buchmacher mit deutscher Erlaubnis

Die folgenden zehn Anbieter sind allesamt auf der Whitelist der GGL mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt – Stand der Whitelist: 2. Oktober 2026. Die Reihenfolge folgt keiner Rangfolge und keiner Empfehlung; sie zeigt zehn unterschiedliche Profile, an denen sich ablesen lässt, was ein Afrika-Cup-Anbieter in Deutschland mitbringt und was nicht. Jeder Block endet mit einem eigenen Urteil – zu dem, was den Anbieter im Vergleich tatsächlich ausmacht.

VBet

Hinter VBet steht die SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta; die GGL führt die Sportwetten-Erlaubnis für dieses Angebot seit dem 5. Dezember 2023. VBet ist ein international ausgerichteter Buchmacher, dessen Afrika-Cup-Angebot sich in Breite und Tiefe an Konkurrenten wie bet365 oder Betway messen lässt. Was die Whitelist nicht zeigt: VBet ist im Vergleich zu den drei genannten Wettbewerbern in Deutschland ein jüngerer Marktteilnehmer – drei Jahre Erstgenehmigung stehen bei den Etablierten sechs Jahren gegenüber. Für Afrika-Cup-Wetten heißt das: Wer auf ein breites Turnierprogramm mit vielen Spezialmärkten setzt, findet es hier; wer auf langfristige Präsenz und etablierte Routine im deutschen Markt Wert legt, sollte den jüngeren Erlaubniszeitraum im Hinterkopf behalten.

Betway

Betway ist mit der Betway Limited als Inhaber und einer Erstgenehmigung vom 9. März 2021 ein erfahrener Marktteilnehmer. Die Cash-Out-Funktion ist über das grüne Symbol unter „Meine Wetten" zugänglich; der Wert der offenen Wette wird angezeigt und kann vollständig oder anteilig ausgezahlt werden. Für Afrika-Cup-Wetten bietet Betway einen Wettkonfigurator für Fußballspiele an; der Konfigurator+ erlaubt Kombinationen über mehrere Partien hinweg. Damit lässt sich etwa ein Tipp auf den Sieger einer Gruppe mit einem Tipp auf den Sieger einer anderen Gruppe in einer Wette verbinden – wobei die Multiplikation der Quoten die einzelnen Quoten anfälliger macht, weil jedes Bein für sich schiefgehen kann. Stärke: das kombinierte Angebot aus Konfigurator und Cash-Out. Schwäche: nichts Spezifisches zum Afrika-Cup jenseits des Standardprogramms, soweit aus den verfügbaren Quellen hervorgeht.

ODDSET

ODDSET ist der traditionsreiche deutsche Anbieter im staatlichen Umfeld – die Oddset Sportwetten GmbH erhielt die Erlaubnis mit Bescheid des Regierungspräsidiums Darmstadt vom 15.12.2022, die Erstgenehmigung datiert auf den 18.11.2020. Aufsichtsbehörde ist die GGL, Hansering 15, 06108 Halle (Saale). Für Spieler, die einen Anbieter mit klarer deutscher Verwurzelung suchen, ist ODDSET die naheliegende Adresse; ein vielfältiges Afrika-Cup-Spezialprogramm ist von einem staatlich geprägten Anbieter eher nicht zu erwarten – das Kerngeschäft liegt im Bundesliga- und Standardwetten-Bereich. Wer ein Maximum an Spezialmärkten sucht, ist hier vermutlich falsch; wer einen verlässlichen Basissanbieter mit deutscher Aufsichtsstruktur sucht, liegt richtig.

bet365

Hinter bet365 steht die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta – dies ist der einzige der hier vorgestellten Anbieter, dessen Spielprogramm gemeinhin als das umfangreichste im deutschen Markt gilt. Die GGL-Erstgenehmigung datiert auf den 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis auf den 27. Dezember 2022. Damit ist bet365 der Anbieter mit der längsten ununterbrochenen Whitelist-Präsenz in dieser Liste. Wer auf den Afrika-Cup wettet und das vollständigste Wettprogramm erwartet – einschließlich jeder erlaubten Spezialwette – landet hier mit hoher Wahrscheinlichkeit am ehesten. Der Preis dieser Breite sind die üblichen großen-Bookmaker-Eigenschaften: ein dichtes, aber nicht immer intuitives Wettprogramm, eine Vielzahl von Quoten, die der Spieler erst durchsieht, und ein Bonus, der in der Regel an umsatzintensive Bedingungen geknüpft ist.

AdmiralBet

AdmiralBet gehört mit der Greentube Betting Malta Limited als Inhaberin zu den etablierten Namen; die Erstgenehmigung datiert auf den 9. Oktober 2020, es folgten Folgeerlaubnisse am 13. Dezember 2022 und am 29. Juli 2024 – drei dokumentierte Erlaubnisschritte, was auf eine kontinuierliche Aufsichtsbeziehung hindeutet. AdmiralBet positioniert sich weniger als Premium-Anbieter und mehr als solider Allrounder; ein eigenständiges Afrika-Cup-Spezialprogramm ist aus den verfügbaren Quellen nicht erkennbar. Für Gelegenheitsspieler, die einen unauffälligen, gut regulierten Anbieter suchen, ist die Adresse sinnvoll; für Afrika-Cup-Enthusiasten mit dem Wunsch nach Spezialmärkten gibt es Anbieter mit tieferem Programm.

Tiptorro

Tiptorro ist über die Torro Tec Limited mit Sitz in Malta an die deutsche Erlaubnis angebunden, Erstgenehmigung am 30.06.2021, Folgeerlaubnis am 27.12.2022. Die App wird im deutschen App Store als „behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL" beworben – ein werblicher Hinweis, der zur Whitelist passt, aber keine eigene Information darüber hinaus enthält. Tiptorro gehört nicht zu den Premium-Bookmakern, sondern zu den mittelgroßen Anbietern, deren Marktanteil im deutschen Sportwettenmarkt kleiner ist als der der großen Vier. Wer einen unauffälligen Anbieter sucht und keine Spezialprogramme auf den Afrika-Cup erwartet, ist hier richtig; wer ein umfangreiches Afrika-Cup-Programm sucht, wird vermutlich bei bet365 oder Betway fündig.

Sportingbet

Sportingbet gehört mit der Sportingbet (Deutschland) Limited als Inhaberin und einer Erstgenehmigung vom 9. Oktober 2020 zu den etablierten deutschen Anbietern. Im Wettprogramm finden sich ein Konfigurator+ sowie Live-Wetten – das Fußballprogramm umfasst dabei nicht nur Standardmärkte, sondern auch weitere Sportarten wie Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Für Afrika-Cup-Wetten bedeutet das: solide Standardabdeckung, Konfigurator verfügbar, Live-Wetten eingeschränkt auf das nach § 21 Abs. 4 GlüStV Zulässige. Eine Spezialisierung auf afrikanische Fußballwettbewerbe ist aus den verfügbaren Quellen nicht erkennbar; wer eine breite Auswahl an Sportarten schätzt, ist hier richtig.

888sport

888sport gehört zur 888 Germany Limited, die hinter der internationalen 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar steht – einem Konzern, der seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist. Die deutsche Erstgenehmigung datiert auf den 30.06.2021, eine Folgeerlaubnis auf den 15.12.2022. Die Konzernstruktur ist eher ein Vertrauensanker als ein programmatischer Vorteil – das Angebot ist solide, ohne in Afrika-Cup-spezifischen Spezialmärkten herauszuragen. Wer einen Anbieter mit international börsennotierter Mutter sucht, ist hier gut aufgehoben; wer eine Spezialisierung auf afrikanische Wettbewerbe erwartet, sollte das vor der Anmeldung im Wettprogramm prüfen, nicht hinterher.

DAZN Bet

DAZN Bet ist über die DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta an die deutsche Erlaubnis angebunden; die GGL führt die Erlaubnis seit dem 22. August 2023. Das Angebot ist eng an den DAZN-Streaming-Kontext gekoppelt – wer bereits DAZN-Kunde ist, findet hier einen Sportwettenanbieter mit Überlappung zum Live-Stream-Angebot. Für Afrika-Cup-Wetten heißt das: Wer ohnehin über DAZN streamt, hat einen logistischen Vorteil, weil derselbe Login-Kontext Wette und Übertragung verbindet; wer keinen DAZN-Account hat, hat davon keinen Vorteil und sollte prüfen, ob das Wettprogramm für sich genommen überzeugt. Die jüngere Erstgenehmigung (2023) macht DAZN Bet zu einem der neueren Whitelist-Einträge – was nicht minderwertig, aber anders zu bewerten ist als sechs Jahre Markterfahrung.

Interwetten

Hinter Interwetten steht die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta; die GGL-Erstgenehmigung datiert auf den 2. November 2020. Interwetten ist ein Anbieter, der in der deutschen Szene vor allem für sein Bonusprogramm bekannt ist; für Afrika-Cup-Wetten bedeutet das eine solide Standardabdeckung mit im Vergleich zu Premium-Bookmakern schmalerem Programm. Wer einen erfahrenen Anbieter mit klarem Fokus auf Fußballwetten sucht, ist hier richtig; wer ein Afrika-Cup-Spezialprogramm mit Nischenmärkten erwartet, sollte vor der Anmeldung prüfen, ob das konkrete Turnier im Wettprogramm abgebildet ist.

Was bleibt: was die Seite leistet und woran sie endet

Diese Seite hat Afrika-Cup-Wetten in Deutschland in vier Schritten durchgearbeitet. Sie hat die Rechtslage eingeordnet – Erlaubnis nach GlüStV 2021, GGL als Aufsicht, Whitelist als einziger Lackmustest. Sie hat den Spielerschutz sortiert – OASIS als bundesweite Sperrdatei, LUGAS als Limitdatei, 1.000 € als Standardlimit. Sie hat die Wettarten und die Rechenmechanik der Marge erklärt – Turniersieger, Gruppe, Spiel, Live-Wetten, und wie 2,10 / 3,40 / 3,60 in einer Auszahlungsquote von rund 92,9 % und einer Marge von etwa 7,1 % aufgehen. Sie hat zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis porträtiert – von bet365 bis Interwetten, von ODDSET bis DAZN Bet.

Was sie nicht leistet: Sie sagt nicht, wer den Afrika-Cup 2027 gewinnen wird. Sie macht keine Vorhersage zum Torschützenkönig, keine Empfehlung zu einem Gruppensieger, keine Wette auf das Halbfinale. Sie kann das nicht, weil niemand das kann, und sie sollte es auch nicht versuchen – eine Vorhersage, die auf der Seite stünde, würde von Lesern als Tipp gelesen, und ein Tipp, der danebengeht, kostet echtes Geld. Wer dennoch wettet, wettet mit dem Wissen, dass das Ergebnis offen ist, dass die Quote die Wahrscheinlichkeit nicht abbildet und dass die Bank das Geld hat, das der Spieler einzahlt. Wer aufhören will, findet über OASIS und den Panikbutton einen Weg – wer aufhören muss, hat an OASIS vorbeigeschaut.

Die Daten auf dieser Seite sind aktuell mit Stand 18 Oktober 2026, geprüft gegen die Whitelist der GGL. Wenn sich eine Erlaubnis ändert, eine Folgegenehmigung hinzukommt oder ein Anbieter seine Sportwetten-Domain wechselt, dann verliert diese Seite zwischen zwei Updates an Aussagekraft – das ist die Natur der Sache.

Häufig gestellte Fragen

Findet 2026 ein Afrika-Cup statt, oder bezieht sich das Jahr im Suchbegriff auf die Ausgabe 2025 und die nächste Ausgabe 2027?

Im Veröffentlichungsjahr findet kein Afrika-Cup statt. Die zurückliegende Ausgabe lief vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko, die nächste ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant. Die Jahreszahl im Suchbegriff bezieht sich also auf das Veröffentlichungsjahr und meint die Wettangebote rund um das Turnier.

Wann soll der Afrika-Cup 2027 stattfinden und in welchen Ländern wird gespielt?

Die kommende Ausgabe ist für das Zeitfenster 19. Juni bis 17. Juli 2027 in den Gastgeberländern Kenia, Tansania und Uganda angesetzt; 54 Mannschaften haben sich zur Qualifikation gemeldet, 24 werden teilnehmen. Die Auslosung der Gruppen und der Spielplan folgen im Verlauf der Qualifikation, in der Regel mit einem Jahr Vorlauf.

Welche Wettarten gibt es bei einem Turnier mit Gruppenphase und K.-o.-System?

Drei Ebenen stehen zur Verfügung: Turnierwetten wie Sieger, Torschützenkönig und Finalist; Gruppenwetten auf Gruppensieger und Weiterkommen; Spielwetten auf das einzelne Match inklusive Handicap, Über/Unter und Ergebniswetten. Für K.-o.-Spiele ab dem Achtelfalle werten Anbieter die reguläre Spielzeit – Verlängerung und Elfmeterschießen können Teil der Auswertung sein, die genaue Regelung steht in den AGB des Anbieters.

Zählt bei Wetten auf K.-o.-Spiele die Verlängerung zum Ergebnis, und wie behandeln Anbieter ein Elfmeterschießen?

Das hängt von der Wettart ab. Eine Wette auf den Sieger eines K.-o.-Spiels wird in der Regel mit dem Ergebnis nach Verlängerung und Elfmeterschießen entschieden; eine Wette auf das „Ergebnis nach 90 Minuten" endet mit dem Ende der regulären Spielzeit. Das Elfmeterschießen wird von den meisten Anbietern als separates Ereignis behandelt und ist Gegenstand spezieller Wetten, nicht der regulären Drei-Wege-Wette.

Woran lässt sich erkennen, ob ein Wettanbieter für Afrika-Cup-Wetten eine deutsche Erlaubnis besitzt?

Ausschlaggebend ist die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, in der jeder Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis namentlich mit Domain und Ausstellungsdatum geführt wird. Eine ausländische Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan ersetzt die deutsche Erlaubnis nicht; eine .de-Domain allein beweist ebenfalls keine Erlaubnis – entscheidend ist allein der Eintrag in der Whitelist.

Verfasst vom Team von „Europawetteninfo”.

Afrika-Cup Wettanbieter im Vergleich 2026 – GGL-Whitelist, Quoten, Konditionen
Afrika-Cup Wettanbieter im Vergleich 2026 – GGL-Whitelist, Quoten, Konditionen

Vergleich von Afrika-Cup Wettanbietern mit deutscher Erlaubnis: GGL-Whitelist, Quoten, Live-Wetten und Bonusbedingungen für die Ausgabe…